Die einstige Notlösung ist zum akzeptierten Dauerzustand geworden: Trotz leichter Zuschauerrückgänge in der aktuellen Saison kann das DTM-Duo aus Audi und Mercedes nach wie vor gute Zahlen vorweisen - während die Suche nach einem dritten Hersteller hinter den Kulissen weiterläuft. Die von vielen Fans erhoffte Neuauflage des Dreigestirns aus den beiden süddeutschen Premiummarken und Opel bleibt wohl dennoch nur ein frommer Wunsch. So kann Mutterkonzern General Motors zwar in Europa nach Jahren der wirtschaftlichen Talfahrt mittlerweile wieder akzeptable Geschäftszahlen vorlegen. Mit einer Erweiterung des Motorsportbudgets für Opel scheint dies jedoch nicht gleichzusetzen:

"Motorsport gehört zur Marke Opel. Aber die DTM war für uns zu wenig international ausgerechnet, die Kosten waren viel zu hoch", meint Opel-Vertriebschef Alain Visser gegenüber auto, motor und sport - und ergänzt: "Und unsere Leistungen waren nicht gut genug." So arbeite man zwar an einer "künftigen Motorsport-Strategie", die jedoch nach zuletzt fünf sieglosen Opel-Jahren in der DTM keine Hoffnung auf ein fulminantes Comeback gibt: "Die DTM, wie sie heute ist, kommt für uns nicht in Frage."

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