Alexandros Margaritis glaubt, dass sich die Zweikampfproblematik auf dem Nürburgring wieder entschärfen wurd - und hofft auf das Glück des Tüchtigen.

Ebenso wie um die meisten seiner Jahreswagenkollegen war es um Alexandros Margaritis in Zandvoort angenehm ruhig: Niemand, der dem Griechen zweifelhafte Manöver auf der Strecke vorwarf; niemand, den Margaritis beschuldigt hätte. Dass der Persson-Pilot aus Sicht der Rennleitung in der Boxengasse Markus Winkelhock blockierte und eine Strafe von 2.000 Euro kassiert hatte, interessierte die DTM-Gemeinde nur begrenzt.

"Wenn jemand keinen Fehler gemacht hat, konnte man einfach nicht überholen", kommentiert Margaritis, der mit einem guten Start und einer gelungenen Rennstrategie von Startplatz 15 auf Rang acht vorgedrungen war. In der Verfolgergruppe aus Mika Häkkinen und Co hatte es sich Margaritis bequem gemacht, ohne das Risiko größeren Lackaustauschs einzugehen. Zwar verspricht das Zandvoort-Rennen auch mit Blick auf den Nürburgring noch Brisanz - hier jedoch sieht der Mercedes-Pilot die Chancen größer, mühe- und diskussionslos am Gegner vorbeizukommen:

"Dort wird wieder der Schnellere das Rennen vor dem anderen beenden", glaubt Margaritis, der an Häkkinen nur zu gern vorbeigezogen wäre, "es gibt mit NGK-Schikane und der Spitzkehre eingangs der Mercedes-Arena gleich zwei richtig gute Überholmöglichkeiten." Überholarbeit hatte Margaritis in der Eifel auch im vergangenen Jahr reichlich zu leisten, nachdem die Rennleitung ihn auf Startplatz 20 strafversetzt hatte. Aus seiner Sicht eine damals ungerechtfertigte Strafe - und auch generell sieht sich Margaritis nicht immer vom Glück verfolgt.

"Ich habe das Pech: Immer wenn ich ein gutes, fehlerloses Rennen fahre, passiert vor mir nichts", glaubt Margaritis, beobachtet zu haben, "wenn ich selbst Probleme habe, kommt es wie in Mugello zu etlichen misslungenen Boxenstopps bei anderen Fahrern oder einer Safety-Car-Phase." Wenngleich diese in Mugello von ihm selbst ausgelöst wurde - der Bonner gibt die Hoffnung nicht auf, auch selbst einmal das Glück des Tüchtigen zu haben: "Ich musste mir meine Ergebnisse immer hart erkämpfen. Ich hoffe auch einmal auf ein bisschen mehr Glück, denn dann kann man mit einem fehlerfreien Rennen umso leichter aufs Podium fahren."

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