Auch auf seine alten DTM-Tage ist Christian Abt um gewohnt markante Statements nicht verlegen.

Die Ära Christian Abt neigt sich ihrem Ende zu: Drei Rennen bleiben dem Allgäuer noch - und seine achtjährige DTM-Karriere ist beendet. Dass sich Abt bis zur letzten Minute als DTM-Pilot treu bleiben will, bewies er zuletzt in Zandvoort: Mit einer temperamentvollen Gegenwehr im Kampf gegen Bruno Spengler in der Boxengasse sorgte er wie eh und je für Diskussionen - und auch seine Wortmeldungen bleiben gewohnt markant:

Die Formel 1 mit ihren PR-Phrasen so gar nicht seine Welt, hatte Christian Abt uns gegenüber bereits vor einiger Zeit angemerkt. Weitere Gründe dafür schob er nun nach. "Das Niveau der Fahrer ist in der DTM in der Breite weit höher als in der Formel 1", äußert Abt im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt - und zitiert das Beispiel seines Teamkollegen bei Phoenix: "Alexandre Prémat hat zum Beispiel 2006 Lewis Hamilton in der GP2-Serie sechs Mal im direkten Duell besiegt."

Selbst das zweifach meisterschaftsgekrönte Formel-1-Personal der Stuttgarter Konkurrenz sähe Christian Abt mit der DTM überfordert. In Anspielung auf den jüngsten teaminternen Konflikt zwischen dem McLaren-Mercedes-Duo Fernando Alonso und Lewis Hamilton glaubt der langjährige Audi-Pilot: "Alonso käme in der DTM nicht zurecht. Wenn er schon mit einem Teamkollegen große Probleme hat, wie würde das dann erst mit neun anderen Mitstreitern aussehen?"

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