Trotz manch unangenehmen Zusammenstreffens auf dem Asphalt spricht Jamie Green nach Christian Abts Rücktritt versöhnliche Worte.

Zu einer innigen Freundschaft hat es zwischen Jamie Green und Christian Abt während drei gemeinsamer Jahre in der DTM gereicht. Insbesondere das letztjährige Rennen auf dem Norisring hatte für Unstimmigkeiten gesorgt: Aussichtsreich in Führung liegend lief Green auf den zu überrundenden Abt auf - und erfuhr eine so harte Gegenwehr des Bayern, dass der Brite seinen Mercedes mit gebrochener Radaufhängung abstellen musste. Vielleicht sei er von Abt mit Stefan Mücke verwechselt worden, der damals ebenfalls einen weißen Mercedes fuhr, urteilt Green im Nachhinein mit einiger Nachsicht...

Die Gedanken, die Christian Abt vor Bekanntgabe seines Rücktritts durch den Kopf gingen, kann Green nachvollziehen. "Ein Rücktritt ist immer eine schwere Entscheidung; niemand will wirklich aufhören, auf so hohem Niveau Motorsport zu betreiben. Aber manchmal ist der Zeitpunkt des Rücktritts gekommen", zeigt der HWA-Pilot gegenüber der adrivo Sportpresse Verständnis für Christian Abt - und weiß um seine Verdienste: "Christian hat über die Jahre definitiv viel Unterhaltung in die DTM gebracht, was gerade für die Zuschauer wertvoll war."

Mit Blick auf Abts zuweilen umstrittenes Zweikampfverhalten präsentiert sich Green nicht nachtragend. "Als Fahrer auf der Strecke war es manchmal schwer, sein Verhalten im Zweikampf einzuschätzen", gesteht Jamie Green, der die Duelle mit Abt dennoch als interessantes Kräftemessen sah: "Aber das gehörte als Gegner auf der Strecke zu den Herausforderungen, die einem im Motorsport überall begegnen. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute."

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