Nur knapp schlitterte Tom Kristensen in Mugello am finanziellen Ruin vorbei - und kam trotz überlegener Audi-Performance nur knapp in die Punkteränge.

Zumindest einen positiven Aspekt konnte Tom Kristensen dem Rennen in Mugello, das für ihn nur auf Rang acht endete, abgewinnen: Er befand sich am finanziellen Abgrund - und stürzte nicht. "Ich hätte heute all mein Geld auf ein komplettes Audi-Podium gewettet. Was ich zum Glück nicht getan habe...", scherzte der Däne im Gespräch mit uns, "es ist faszinierend, dass es im Rennsport häufig so kommt, wie man es nie geglaubt hätte."

Faszinierend präsentierte sich in den Augen des lange drittplatzierten Dänen auch zunächst die Performance der Audi-Neuwagen: "Es lief einfach super. Ich brauchte gar nicht in den Rückspiegel zu sehen, wir lagen ungefährdet auf 1, 2 und 3." Nach Einbiegen in die Boxengasse nahm das Rennen für Kristensen eine negative Wende: "Bei meinem ersten Stopp gab es ein Problem, das bei den Abt-Jungs sonst noch nie vorgekommen ist. Am rechten Vorderrad klemmte etwas, ich musste noch einmal anhalten, aufgebockt werden..."

Alle Zeit der Welt habe er dabei verloren, bedauerte Kristensen - und konnte zwar zumindest einen Teil der Zeit wieder aufholen, nicht jedoch die verlorenen Positionen. "Ich konnte wieder den Anschluss finden, habe ein wenig mit Mathias Lauda gekämpft und mir dabei den Unterboden etwas beschädigt", gesteht Kristensen auch einen eigenen Fehler, der ihn jedoch nicht daran hinderte, Markus Winkelhock Rang acht streitig zu machen. Zu mehr reichte es für den Meisterschaftsdritten angesichts der mäßigen Überholmöglichkeiten des Kurses nicht mehr: "Wenn man in Mugello schneller ist, kann man trotzdem nicht unbedingt überholen."

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