Mehr schlecht als recht verlief für HWA-Mercedes auch in Zandvoort das Qualifying. Cheftechniker Gerhard Ungar sieht das Gewicht nicht als Entschuldigung.

Wenngleich das Gewichtsreglement durch die verminderten Zusatzgewichte mittlerweile etwas entschärft wurde: Noch immer lädt es dazu ein, Niederlagen mit den zahlreichen Bleiplatten am Unterboden zu erklären. Doch mit Blick auf die Ränge 13, 14 und 18 für Mika Häkkinen, Bernd Schneider und Jamie Green ist auch HWA-Cheftechniker Gerhard Ungar diese Erklärung zu einfach:

"So weit, wie unsere anderen Fahrzeuge von der Spitze entfernt waren, können wir das überhaupt nicht nur auf das Gewicht zurückführen", gesteht Ungar im Gespräch mit der adrivo Sportpresse, konnte allerdings nur bei Jamie Green, in Mugello noch auf einem guten siebten Startplatz, den Grund für die mäßige Platzierung bestimmen: "Jamies Position ist damit zu erklären, dass er auf seiner schnellen Runde ins Kiesbett kam. Er hätte es mit Sicherheit in die letzte Session schaffen können, auch wenn es knapp geworden wäre."

Fahrfehler konnte Ungar bei Schneider und Häkkinen hingegen nicht ausmachen - und rätselt über die Gründe für ihr Abschneiden. Dass auch für die beiden Routiniers weit mehr möglich gewesen wäre, beweist aus seiner Sicht die diesjährige Qualifying-Speerspitze Bruno Spengler auf Rang sechs: "Im Detail wissen wir noch nicht, woran es lag, aber das Potenzial war da. Mit Bruno können wir zufrieden sein, wenn man sich die Zeitdifferenz ansieht und den Gewichtsnachteil bedenkt."

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