So stellt sich Audi einen DTM-Freitag vor. In Mugello lief alles nach Plan.

Mike Rockenfeller:
Auch wenn es nur ein Test war, ist es gut, so ins Wochenende gestartet zu sein. Meine letzten drei DTM-Rennwochenenden haben schlecht begonnen, und wir konnten uns nicht steigern. Hier haben wir eine gute Basis. Im Rennen wird es über die Distanz nicht einfach. Aber wir werden alles geben, damit wir um Punkte kämpfen.

Martin Tomczyk:
Die Strecke macht wahnsinnig Spaß. Mugello ist meine neue Lieblingsstrecke, denn es ist einfach geil, diese schnellen Kurven hier zu fahren. Egal, ob mit gebrauchten oder neuen Reifen ? mein Audi A4 liegt immer gut. Es macht Freude, mit dem Auto zu arbeiten. Jetzt freue ich mich auf das Qualifying morgen, wenn ich mit neuen Reifen auf Zeitenjagd gehen kann.

Tom Kristensen:
Mugello ist eine wunderschöne Strecke. Ich freue mich, dass wir mit der DTM hier fahren. Dieses Wochenende erleben wir das erste echte Hitze-Rennen dieses Jahres, denn schon heute hat der Asphalt eine Temperatur von mehr als 50 Grad Celsius. Die größte Aufgabe besteht darin, für diese Bedingungen die optimale Kombination aus Reifendruck, Temperatur und Sturz zu finden. Denn das ist der Weg zu konstanten und schnellen Runden.

Mattias Ekström:
Was für ein schönes Wetter. Nach dem Regen in den vergangenen Wochen ist das schon mal eine tolle Sache hier in Italien. Wir haben heute eine Menge Erfahrungen mit unserem Audi A4 DTM unter diesen Bedingungen gemacht. Als wir vor der Saison hier testen waren, gab es auch blauen Himmel, aber es war angenehm kühl. Auf diese neuen Bedingungen müssen wir uns jetzt so schnell wie möglich einstellen.

Timo Scheider:
Nach dem heutigen Tag sind wir für das Rennen ganz gut vorbereitet. Zwar konnte ich meinen Long-run am Nachmittag wegen zwei Unterbrechungen nicht in einem Stück fahren, er war aber trotzdem okay. In der ersten Sitzung hatten wir einige Schwierigkeiten mit der Hinterachse, das haben wir nicht ganz in den Griff bekommen. Jetzt geht es darum, dass wir für die eine entscheidende Runde im Qualifying aussortiert sind.

Alexandre Prémat:
Der Freitag verlief sehr gemischt für mich. Am Morgen habe ich eine Pollerplatte am Streckenrand getroffen. Die Reparatur der Aufhängung hat uns viel Zeit gekostet. Dafür lief es am Nachmittag viel besser. Wir sind auf Platz drei und können immer noch einige Fortschritte machen. Das Qualifying wird entscheidend. Das Auto ist sehr sensibel auf dieser Strecke. Ich hoffe, dass wir uns einen Platz im Vorderfeld sichern können.

Christian Abt:
Mit dem ersten Training waren wir sehr zufrieden, mit dem zweiten weniger, weil wir einen Defekt im Antriebsstrang hatten. Wir haben nicht unser Standard-Programm absolviert, sondern uns in den Dienst der Marke gestellt. Ich habe Reifentests gefahren und auch einen Satz verwendet, den ich sonst vielleicht im Rennen genutzt hätte.

Lucas Luhr:
Die erste Session war ganz gut, denn ich war unter den ersten Zehn. In der zweiten Session hatte ich in der Anfahrt auf eine schnelle Schikane einen Quersteher. Ich traf einen Poller, der im Bereich der vorderen Radaufhängung etwas abgerissen hat. Die Reparatur dauerte sehr lange. In der Vergangenheit lief es freitags gut, aber samstags nicht unbedingt ? jetzt drehe ich den Spieß eben um!

Markus Winkelhock:
Ich muss alles wieder lernen. Ich kenne das Team nicht, das Auto ist neu für mich und auch auf die Strecke muss ich mich einstellen, weil ich im Gegensatz zu meinen Kollegen nicht getestet habe. Ich habe mich gut eingefunden. Mit neuen Reifen habe ich einen Fehler gemacht und fuhr in der letzten Kurve mit zwei Rädern durch den Kies. Ich musste vom Gas, trotzdem war es meine persönlich beste Runde. Die Zeit kann also noch besser werden.

Vanina Ickx:
Es ist großartig, in Mugello anzutreten. Toll, dass auch das Wetter mitspielt. In der ersten Session habe ich viel Zeit verloren, als ich über eine Streckenbegrenzung fuhr und ein Querlenker brach. Am Nachmittag haben wir die Abstimmung stark verändert. Ich bin noch nicht zufrieden.

Hans-Jürgen Abt (Team Direktor Audi Sport Team Abt Sportsline):
Der Freitag sagt in der DTM noch nicht so viel aus. Wir haben eine Hitzeschlacht simuliert. Unsere Long-runs waren ganz gut. Wir haben viel ausprobiert. Die Strecke liegt uns. Das lässt uns für den Samstag hoffen. Wir sind alle sehr motiviert.

Ernst Moser (Team Direktor Audi Sport Team Phoenix):
Das war ein durchwachsener Freitag, denn wir haben das erste Auto schon in der ersten Runde verloren ? damit konnten wir keinerlei Daten oder Ergebnisse ermitteln. Mit dem zweiten Auto sind wir gut voran gekommen. Dafür hatte dieses Auto am Nachmittag ein technisches Problem. Wir haben nicht das abgearbeitet, was wir wollten. Trotzdem bin ich nicht ganz unzufrieden.

Arno Zensen (Team Direktor Audi Sport Team Rosberg):
Wieder einmal blicke ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Freitag. Ein Auto ist ganz vorne, eines ganz hinten! Ich freue mich sehr für ?Rocky´. Nach seinem Pech in den letzten Rennen ist das genau das, was er gebraucht hat. Bei Lucas (Luhr) hätte auch ein solches Ergebnis herausspringen müssen, doch in der ersten gezeiteten Runde kam er von der Strecke ab. Seine fehlenden Runden müssen wir am Samstag nachholen.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
Wir haben hier zuvor getestet und sind bereits mit einer guten Basisabstimmung nach Italien gekommen. Das konnten wir am Freitag umsetzen. Trotzdem war es notwendig, mit allen Autos ein Programm abzuarbeiten. In der zweiten Session haben wir Long-runs versucht. Durch einige rote Flaggen lief es nicht ganz so wie geplant. Trotzdem haben wir Informationen bekommen, die wir brauchten. Es sieht momentan gut für uns aus, aber erst am Samstag zeigt sich das wahre Bild.

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