Nach der Stallorder von Audi waren nicht nur einige Fans aufgebracht - auch Norbert Haug war wütend auf die Konkurrenz. Allerdings nicht weil vorne Premat Tomczyk den Sieg überlassen hatte. Denn wahrscheinlich hätte der Mercedes-Sportchef in einer ähnlichen Situation genauso entschieden. "Ich denke, die Fans müssen das entscheiden, wie die Reaktionen sind. Ich sollte nicht der Richtige sein, der das thematisiert", sagte Haug. Für ihn waren die Manöver von Abt und Scheider gegen seinen Schützling Spengler als auch der harte Zweikampf zwischen Ekström und Schneider alles andere als sauber.

"Ich denke, dass es einfach zuviel war, wenn man sich so ins Auto fährt, und dann das Auto auch so viele Teile verliert, dass es dann einfach nicht mehr schnell genug fahren kann." Das habe den Stuttgartern heute ein besseres Ergebnis gekostet, ist sich Haug sicher. Sich deswegen noch einmal mit Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich zusammensetzen will er aber nicht. Stattdessen hofft er auf Klärung von höherer Instanz. "Ich hab das jetzt als Statement gemacht und jetzt werden wir sehen, wie die Sportbehörde das Ganze sieht und wie es weitergeht."

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