Etwas glücklich konnte Mika Häkkinen in Mugello seinen zweiten Saisonsieg feiern. Das Safety-Car war für ihn ein wahres Wunder.

Mika Häkkinen sah sich in dieser Saison schon zweimal als Verlierer, als das Safety-Car auf die Strecke geschickt wurde. Zuletzt war dies am Norisring der Fall. Während die Konkurrenz ihre Boxenstopps schon absolviert hatte, wartete der Finne noch einige Runden und wurde dann für seine Strategie bestraft. "Nachdem ich sonst immer Pech hatte, lief heute alles perfekt", gab der Mercedes-Pilot nach seinem Sieg zu. Diesmal war Häkkinen früher an der Box und profitierte von der Gelbphase.

"Das Safety-Car kam wie ein Wunder für mich", erzählte der Finne. Häkkinen zog an seinen Kontrahenten vorbei, die alle noch einen Boxenstopp machen mussten. "Ich war schon ein wenig durcheinander, als alle in die Boxengasse fuhren. Denn eigentlich dachte ich, dass das Safety-Car reingeht. Aber dann habe ich gesehen, dass es noch auf der Strecke ist. Ich habe einfach das Gaspedal durchgedrückt und schwupps, war ich an allen vorbei." Nach der Gelbphase stand Häkkinen dann unter großem Druck von Mattias Ekström, der das schnellere Auto hatte, aber keinen Weg an der C-Klasse vorbei fand. Nach 33 Runden überquerte Mika Häkkinen die Ziellinie als Erster und durfte sich über seinen zweiten Saisonsieg freuen.

Normalerweise würde man vor dem Rennen behaupten, dass von Startplatz 15 Hopfen und Malz schon verloren sind. Eigentlich hatte sich Häkkinen auch nur ausgerechnet, auf die Plätze sieben oder acht in die Punkte zu fahren. Doch am Vormittag sagte er noch zu einem Freund in der Hospitality: "Ich glaube, heute kann ich gewinnen."Auch wenn das nur ein Scherz war, hat es letztlich doch geklappt. In der Gesamtwertung liegt der Finne nun auf der fünften Position und hat noch mehr als zehn Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter Ekström. "An die Meisterschaft denke ich nicht, dafür ist es noch viel zu früh. Es sind ja noch vier Rennen zu fahren." Das nächste davon findet in zwei Wochen in Zandvoort statt. "Der Kurs ist sehr speziell, er ist technisch sehr anspruchsvoll. Aber jetzt brauche ich erst einmal eine Dusche, möchte meine Klamotten wechseln und mich entspannen." Das hat sich der ehemalige Formel 1-Weltmeister auch wirklich verdient...

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