Gleich zwei unangenehme Überraschungen ereilten Timo Scheider in der ersten Runde: Zuerst war es ein erstaunliches hohes Griplevel, dann der Todesstoß...

"Momentan soll es einfach nicht sein - es ist sehr frustrierend nach der Performance, die wir gezeigt haben. Ein Drama", fasste Timo Scheider uns gegenüber seine aktuelle Gefühlslage unmissverständlich zusammen. Zum dritten Mal in Folge sah sich Timo Scheider noch in der ersten Kurve unverschuldet in Rangeleien verwickelt, die für ihn zu einer erneuten Nullrunde führten. Schon am Start von Position vier hatte sich Unheil angekündigt:

"Ich hatte einen schlechten Start - ganz klar mein Fehler. Bei den Startversuchen in der Boxengasse hatten wir ein Drehzahlfenster ausgewählt, das wir für den Start benutzen wollten. Aber ich hatte das Gripniveau auf der Start- und Ziel-Geraden auf neuen Reifen wohl doch etwas unterschätzt", berichtet Scheider von einem verhängnisvollen Fehler, der sich erst nach wenigen Metern ankündigte. Timo Scheider sah sich vom plötzlichen Grip überrumpelt: "Das erste Anfahren war sehr gut, doch dann kam unerwartet der Grip auf der Hinterachse. Dadurch ist mir die Drehzahl in den Keller gefallen, ich bin fast nicht mehr vom Fleck gekommen."

Zwar gelang es Scheider, auf der äußeren Linie noch in der ersten Kurve die eine oder andere Position gutzumachen. Dann jedoch folgte der Todesstoß. "Ich habe von irgendjemanden zwischen der ersten und zweiten Kurve einen Schlag auf die Hinterachse bekommen, dann ist mir vor der erste Rabiata-Kurve die Aufhängung hinten rechts gebrochen", nennt der Abt-Audi-Pilot die Ursache seines ausführlichen Ausritts ins Kiesbett, auf den nur noch die letzten Kilometer zurück in die Boxengasse folgte. Timo Scheider, zurzeit mit sieben Punkten auf Tabellenrang zwölf platziert, hadert mit dem Schicksal: "Bei diesem Chaosrennen wäre selbst nach meinem Positionsverlust noch viel möglich gewesen. Wenn Häkkinen von 15 auf 1 gefahren ist, darf ich gar nicht darüber nachdenken..."

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