Dass es bei Mercedes noch nicht rund läuft, ist auch Mika Häkkinen nicht verborgen geblieben, dennoch hofft er auf die Pole.

Gleich zwei Handicaps musste Mercedes mit nach Italien nehmen. Zum einen ging heute erstmals die gesamte Flotte der Stuttgarter mit den schwereren Autos auf die Strecke. Zweitens hatte man auf dem anspruchsvollen Kurs in Italien im Gegensatz zu Audi nicht getestet. "Es ist eine extrem schwierige Strecke", findet Mika Häkkinen. "Sie erinnert mich ein wenig an Kanada. Sie hat kaum Grip, sie ist sehr staubig, viele Schikane. Es ist sehr schwierig die richtige Balance zu finden."

Dass man die bei den Stuttgarten noch nicht gefunden hatte, zeigten auch Häkkinens Zeiten am Freitag. Platz 18 und zwölf ist nicht gerade das, was man vom Ex-Formel 1-Weltmeister in dieser Saison gewohnt ist. "Alle Mercedes-Fahrer hatten heute einen sehr schwierigen Tag", stellte Häkkinen fest. So sei man nach den zwei Sessions sehr ins Detail gegangen, um das Handling des Autos zu verbessern.

Dennoch glaubt der Finne, dass es schwierig wird, den Performance-Rückstand gegenüber Audi an diesem Wochenende aufzuholen. "Morgen müssen wir uns schon auf die Qualifikation vorbereiten, da können wir nicht mehr an der Rennabstimmung arbeiten. Das macht das Leben sehr schwer für uns", sagte Häkkinen.

Doch wo genau der Schuh bei Mercedes in Mugello derzeit noch drückt, konnte auch Häkkinen nicht sagen. "Wenn wir da eine Antwort drauf hätten, könnten wir das Problem sofort lösen. Als Fahrer können wir nur versuchen, unseren Ingenieuren die Probleme so präzise wie möglich zu schildern. Die analysieren sie dann und versuchen, eine Lösung zu finden."

Dabei ist Häkkinen durchaus zuversichtlich, dass das Team die Kurve morgen noch kriegt. "Unsere Leute haben so viel Erfahrung. Deswegen glaube ich daran, dass sie für morgen die richtigen Lösungen finden, so dass wir um die Pole Position kämpfen können." Um das Rennsetup müsse man sich dann eben am Sonntag im Warm Up kümmern. "Ich glaube nicht, dass es so schlecht sind, wie es scheint, aber es ist ganz sicher schwierig", weiß auch Häkkinen. Und falls sich das alles als zu schwierig erweisen sollte, muss eben der Wettergott nachhelfen. "Lass uns auf Regen hoffen", schmunzelte der Finne. Denn angesichts der Hitzewelle in der Toskana bleibt das wohl nur ein frommer Wunsch.

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