Zwar fuhren Mike Rockenfeller und Alex Prémat in die Punkte, richtig freuen konnten sie sich darüber aber nicht.

Es ist jedes Mal dasselbe: Ein DTM-Rennen ist zuende, und einer der Piloten fühlt sich von der Rennleitung betrogen. Dieses Mal erwischte es Mike Rockenfeller und Alexandre Prémat. Stein des Anstoßes waren zu schnelle Sektorzeiten bei gelber Flagge, für die die die Audi-Piloten eine Durchfahrtsstrafe kassierte. "Ich bin da eine grüne Sektorzeit gefahren, wie viele andere auch, und war einer derjenigen, die dafür eine Strafe bekommen. Das darf nicht passieren", fand Rockenfeller. "Ich bin schon langsam gefahren, aber ich war auf neuen Reifen unterwegs und war dann ein Zentelchen schneller. Das hat mein ganzes Rennen kaputt gemacht."

Ins gleiche Horn blies Prémat: "Da sind viele Leute sogar schneller als ich gewesen, wie wir am Monitor gesehen haben - zum Beispiel Spengler. Aber die haben keine Strafen bekommen", beschwerte sich der Franzose, der sich um die Chance aufs Podium beraubt sah. "Das ist schon enttäuschend, weil wir das ganze Wochenende über schnell waren, schneller als Mercedes und fast genauso schnell, wie die Audi-Neuwagen. Das Podium wäre heute möglich gewesen."

So aber mussten sich Prémat und Rockenfeller durchs Feld nach vorne kämpfen, wo sie sich abwechselnd an Daniel La Rosa auf Platz fünf die Zähne ausbissen. "In Mugello kann man nicht gut überholen. Nur am Ende der Geraden und da sind die Mercedes sehr schnell", sagte Prémat. So reichte es am Ende nur zu den Plätzen sechs (Rockenfeller) und sieben (Prémat) sowie einer gehörige Portion Wut im Buch. "Das wir trotzdem Sechster geworden sind, ist wichtig, aber es hätte viel mehr sein können", ist sich Rockenfeller sicher.

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