Kuppen, überhöhte Kurven, Berg- und Talfahrten: Für Vanina Ickx ist der 4,3 Kilometer lange Kurs von Zandvoort gleichzusetzen mit einer Achterbahn.

Welche Empfindungen weckt die Strecke von Zandvoort bei Ihnen?
Vanina Ickx: Ich mag Zandvoort sehr gerne. Es ist zusammen mit Barcelona eine von zwei Strecken, auf denen ich 2006 mein bestes Qualifying-Ergebnis erreicht habe. Der Kurs zeichnet sich aus durch Kurven, die abfallen, schnelle Streckenabschnitte, Kuppen, über die man Vollgas fährt, überhöhte Kurven - es ist wie auf einer Achterbahn. Durch den Sand wechseln die Streckenverhältnisse zudem ständig.

Was bedeuten diese Umwelteinflüsse für den Fahrer?
Vanina Ickx: Die Strecke ist sowieso schon schnell und sehr herausfordernd. Was mich am meisten überrascht hat, war, wie rutschig die Fahrbahn außerhalb der Ideallinie ist. Fährt man auch nur mit zwei Rädern neben der Linie, glaubt man fast, man hätte einen schleichenden Reifenschaden.

Wie ordnen Sie die Strecke im Vergleich zu den anderen Kursen ein?
Vanina Ickx: Man braucht schon viel Herz, um in Zandvoort schnell zu sein. Es gibt sehr schnelle Kurven und einige Stellen, die man nicht einsehen kann. Zum Beispiel kann man die letzte Kurve vor Start und Ziel auf neuen Reifen voll fahren, während man nach einigen Runden auf diesem Reifensatz dann etwas vom Gas gehen muss.

Wo liegen die Schlüsselstellen des Kurses?
Vanina Ickx: Im hinteren Bereich der Strecke gibt es mehrere Passagen, bei denen die Linie in einer Kurve gleich die Linie für die nächsten beiden Biegungen mitbestimmt. Ein Fehler am Anfang dieser Sektionen wird dort also mehrfach bestraft.

Welche Stimmung herrscht beim DTM-Rennen an der Nordsee?
Vanina Ickx: Die Atmosphäre in Zandvoort ist einzigartig. Die Lage an der Küste ist wirklich schön, man denkt sofort ans Sonnenbaden... Es ist eine Veranstaltung, auf die sich alle freuen - die Fahrer genauso wie die Zuschauer, die in den Niederlanden verrückt sind nach der DTM.

Copyright: adrivo Sportpresse GmbH