Wie schon in Mugello geht Mercedes in Zandvoort zwar nicht als Favorit ins Rennen - der sechste Saisonsieg ist aus Sicht der Mercedes-Piloten dennoch möglich.

Bernd Schneider (HWA):
Zandvoort ist für mich eines der Highlights im DTM-Kalender. Die Strecke direkt am Nordseestrand verbreitet Urlaubsflair, doch für uns gibt es keine Zeit zum Ausruhen. Mit 20 Kilogramm Gewichtshandicap gegenüber den 07er-Audi müssen wir uns für ein gutes Ergebnis gewaltig anstrengen. Im letzten Jahr bin ich unter gleichen Voraussetzungen von Platz sieben auf zwei vorgefahren, nur 0,7 Sekunden hinter Sieger Tom Kristensen.

Bruno Spengler (HWA):
Ich freue mich auf Zandvoort, eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Strecke, und auf die Fans, die immer für mächtig Stimmung sorgen. Eine gute Leistung im Qualifying ist äußerst wichtig, denn Überholen ist auf dieser Strecke mit ihren vielen lang gezogenen Kurven nur sehr schwer möglich.

Jamie Green (HWA):
Zandvoort ist eine anspruchsvolle Strecke mit vielen schnellen Kurven. Ich fahre gerne hier, auch weil ich vor drei Jahren in Zandvoort mit einem Sieg den Meistertitel der Formel 3 Euro Serie gewonnen habe.

Mika Häkkinen (HWA):
Nach meinem zweiten Saisonsieg in Mugello - und das vom 15. Startplatz - ist mein Team motivierter als zuvor, denn wir haben den Abstand zu den Führenden in der Meisterschaft verringert. Wie in jedem Jahr macht der Sand die Strecke in Zandvoort etwas schwieriger, aber das ist für alle gleich und wir werden erneut versuchen anzugreifen.

Gary Paffett (Persson):
Bei meinem letzten Start in Zandvoort 2005 habe ich gewonnen, zudem halte ich seitdem den Rundenrekord. An diese Leistung möchte ich anknüpfen. Unsere Performance in Mugello bis zu meinem unverschuldeten Unfall war gut und ein Platz unter den ersten Fünf ist das Ziel.

Alexandros Margaritis (Persson):
Zandvoort ist meine Lieblingsstrecke. Sie hat fahrerisch viele interessante Stellen und die Begeisterung der niederländischen Fans ist einfach toll. Hier will ich endlich wieder Punkte holen.

Susie Stoddart (Mücke):
Mein zehnter Platz vor gut einer Woche in Italien macht mich optimistisch für Zandvoort. Ich fahre gerne hier und ich will wieder in die Top-ten.

Daniel la Rosa (Mücke):
Ich freue mich schon das ganze Jahr über auf Zandvoort, das Rennen dort ist mein persönliches Saison-Highlight. Nach meinem fünften Platz in Mugello ist die Stimmung im Team super und ich will das in Holland gleich wiederholen.

Mathias Lauda (Mücke):
Im letzten Jahr habe ich mich auf der für mich unbekannten Strecke als Zwölfter qualifiziert. Das war damals nicht schlecht, aber diesmal sollte es besser laufen.

Paul di Resta (Persson):
Ich freue mich auf Zandvoort. Im letzten Jahr habe ich dort das Samstagsrennen der Formel 3 Euro Serie gewonnen. Diesmal wäre ein Podiumsplatz wie zuletzt in Italien eine tolle Sache.

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug:
Zandvoort ist der Publikumsrenner unter den Auslandsrennen im DTM-Kalender. Im vergangenen Jahr wurde mit 78.500 Besuchern am Wochenende eine neue Rekordzuschauerzahl erreicht. Einer der Gründe dafür ist sicher, dass es hier stets großartige Rennen gab. Die Atmosphäre ist erstklassig, kein Wunder also, dass Zandvoort einer der Lieblings-Auftrittsorte der DTM geworden ist. Sportlich stehen wir bei 20 Kilogramm Gewichtshandicap im wahrsten Sinne des Wortes vor einer schweren Aufgabe. Mit 1.080 Kilogramm ist die neue C-Klasse das schwerste Auto im Feld - eine Folge von zuletzt vier Siegen hintereinander, davon zwei von Mika Häkkinen. Die 2006er C-Klasse wiegt allerdings nur fünf Kilogramm weniger - nach dem Sieg von Gary Paffett in Oschersleben sowie guten Resultaten wie einem dritten und einem fünften Platz von Daniel la Rosa. Wir reisen mit der 07er C-Klasse mit 20 Kilogramm Handicap an - umgerechnet fast eine halbe Sekunde pro Runde. Mit dem 06er Modell sind wir gar 25 Kilogramm schwerer und mit der 05er Version 20 Kilogramm. Wir stecken aber garantiert deshalb nicht den Kopf in den Dünensand, wir werden kämpfen, wie wir es zuletzt auch in Mugello getan haben.

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