Trotz aussichtsreicher Aufholjagd musste sich Gary Paffett am Ende zu jenen neun Piloten zählen, die ihren Arbeitstag vorzeitig beenden mussten.

Schon 2004 war Italien für Gary Paffett nur ein mäßiges Pflaster: Auf Platz vier war der Brite damals im Neuwagen von Mattias Ekström sowie zwei HWA-Kollegen deutlich geschlagen worden - bevor ihn heute in Mugello ein noch härterer Schlag traf. Eine überzeugende Aufholjagd Paffetts von Rang 16 aus nahm nach zwei Renndritteln ein jähes Ende.

"Bis zum Ausfall hatten wir ein gutes Rennen. Das Auto war schnell, ich habe viele Fahrzeuge überholt. Allerdings haben wir beim zweiten Boxenstopp sechs Plätze verloren, bevor sich dann Martin Tomczyk in der ersten Kurve gedreht hat", nennt Paffett uns gegenüber die Wurzel seines Ausfallübels. Nachdem der DTM-Champion von 2005 keine Gelegenheit mehr hatte, dem kreiselnden Audi auszuweichen, wurde Paffett vom Punkteanwärter zum Passagier im eigenen Fahrzeug:

"Er hat mein Auto seitlich erwischt - ich hatte keine Chance. Dann habe ich noch Christian Abt getroffen, aber ich hatte keine Kontrolle mehr über das Fahrzeug", beschreibt der Persson-Pilot einen der schwereren Crashs des heutigen Rennens - und musste feststellen: "Das Auto war zu stark beschädigt, als dass ich noch hätte weiterfahren können. Schade, denn vor der Safety-Car-Phase lagen wir auf Rang sechs."

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