Durch den gefühlten Sieg von Alexandre Prémat ging ein bisschen unter, dass auch sein Phoenix-Teamkollege Christian Abt ein ganz starkes Rennen fuhr. "Mit Platz sechs und haben wir einen riesigen Teamerfolg erzielt", stellte der scheidende Routinier zufrieden fest. Schon gestern nach seinem etwas enttäuschenden elften Platz im Qualifying kündigte Abt an, dennoch unter die ersten Fünf zu fahren. Heute wäre ihm das auch geglückt, wenn er nicht, genau wie sein Teamkollege, Opfer der Audi-Stallorder geworden wäre und dem von hinten heranstürmenden Ekström Platz machen musste.

Für Abt war das jedoch kein Problem. "Ich hab mich in den Dienst von Audi gestellt, damit der Mathias noch ein bisschen mehr Punkte hat, aber das war für mich ganz ok, weil wir jetzt um die Meisterschaft fahren. Und ob ich jetzt Fünfter oder Sechster bin, das spielt für mich keine Rolle." Auch kein großes Problem wird für ihn die 2000 Euro-Strafe sein, die er von der Rennleitung wegen seines Drängel-Manövers gegen Spengler in der Boxengasse aufgrummt bekommen hatte. Denn für viele Beobachter ist er damit noch glimpflich davongekommen.

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