Für Audi verspricht Zandvoort einen ähnlich guten Speed wie in Mugello - für Martin Tomczyk eine zweite Chance im Titelkampf...

Wer Martin Tomczyks Mugello-Rennen kannte, kannte bereits den Rennverlauf für die gesamte Audi-Mannschaft: Nicht nur beim Abfertigen von Tomczyks Audi A4 DTM hatte sich die Audi-Boxencrew einen Fehler erlaubt, mit seinem anschließenden Fahrfehler stand der Bayer nicht alleine da. Lediglich für Mattias Ekström lief an seinem Geburtstagswochenende alles rund - womit der Schwede mit nunmehr zwölf Punkten Vorsprung auf Tomczyk die alleinige Audi-Speerspitze im Titelkampf wird?

Dr. Wolfgang Ullrich zweifelt. "Man muss sich die Punktestände anschauen: Es ist immer ganz schwierig, nur einen einzigen Kämpfer an der Spitze zu haben und alles auf ihn zu setzen", spielt der Audi-Sportchef gegenüber der adrivo Sportpresse auf die Schar an Mercedes-Piloten an, die sich im Meisterschaftsklassement zwischen Ekström und Tomczyk befinden. So soll Tomczyk Bernd Schneider, Bruno Spengler und Co das Leben schwer machen - und darf auch seinen schwedischen Teamkollegen weiterhin herausfordern.

Aus Sicht Ullrichs stehen die Chancen auf einen rein Audi-internen Kampf um den Sieg in eineinhalb Wochen gut. "Zandvoort wird uns gut liegen - vielleicht sogar so gut, wie uns Mugello lag. Ich hoffe, dass wir in Zandvoort eine gute Performance an den Tag legen und uns im Qualifying mindestens so gut positionieren wie in Mugello", zeigt sich der Österreicher zuversichtlich, fügt jedoch nach jüngsten Erfahrungen hinzu: "Und dann müssen wir auch etwas Ordentliches aus der Ausgangsposition machen..."

Auch Martin Tomczyk selbst, der in Mugello im Rennen ebenso wie im Qualifying die absolut schnellste Runde gefahren war, schöpft nach seinem herben Rückschlag von Tabellenplatz drei auf sechs uns gegenüber wieder Hoffnung: "In Zandvoort will ich dort anfangen, wo ich in Mugello im Qualifying aufgehört habe. Die Performance ist da, die Geschwindigkeit passt. In Zandvoort sind wir verglichen mit Mercedes nochmals leichter." Dennoch liegt es dem Barcelona-Sieger von 2006 fern, im Titelkampf mit der Brechstange gegen Teamkollege Ekström zu kämpfen: "Ich werde alles dafür geben, in der Meisterschaft wieder ganz vorne mitzumischen. Für mich geht es mehr um die Mercedes, weniger um Eki..."

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