Wieder und wieder hatte Susie Stoddart im Zandvoorter Zeitfahren auf ihren fliegenden Runden mit Unannehmlichkeiten zu kämpfen...

Traurig sei sie über das Ergebnis - das Qualifying sei ein regelrechtes Desaster gewesen: Gleich dreifach sah sich Susie Stoddart auf der Jagd nach ihrer persönlichen Bestzeit im Pech. Mit einer eher mäßigen ersten Runde hatte für sie das Qualifying begonnen, bevor das vorhandene Potenzial immer wieder ungenutzt blieb. "Auf meinem zweiten Reifensatz war ich eine halbe Sekunde schneller als zuvor, aber als ich in die letzte Kurve fuhr, wurde die Session abgebrochen", klagt Stoddart uns gegenüber, für die der Zeitpunkt von Vanina Ickx\' Unfall sowie der roten Flaggen reichlich ungelegen kam.

Zwar hatte sie wie ihre 18 männlichen Kollegen die Chance, während der verlängerten zweiten Session Boden gutzumachen. Doch der frühe Zeitpunkt ihrer ersten schnellen Runde erwies sich als taktischer Fehler: "In der zweiten Session bin ich als erste auf die Strecke gefahren, aber nach meiner Einführungsrunde kamen viele andere gerade aus den Boxen - und meine fliegende Runde war erneut kaputt." Und so nahm das Unglück für Stoddart ihren Lauf: "Beim nächsten Versuch fuhr ich hinter Jamie Green, der dann jedoch in der Schikane einen Ausritt hatte und viel Dreck auf die Strecke brachte..."

So trauert Stoddart einer möglichen Zeit von 1:34.100 Minuten nach, die immerhin für Startplatz 15 gut gewesen wäre. Von Rang 19 aus muss die Schottin im 2005er-Mercedes auf ein chaotisches Rennen inklusive einer Safety-Car-Phase hoffen. "Wir werden zwei sehr kurze erste Stints fahren", will Stoddart ihre Strategie auf mögliche Gelbphasen einstellen, "Regen wäre wünschenswert, denn das bringt das Rennen durcheinander..."

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