Die Kritik an den harten, aber unbestraften Manövern Timo Scheiders kann Wolfgang Ullrich nicht nachvollziehen - und freut sich über ein Audi-Rekordergebnis.

Mit einem gleich vierfachen Triumph hat sich Audi zwar in Zandvoort das bisher beste Ergebnis der Ingolstädter in der neuen DTM gesichert - die Gratulationen aus Stuttgart blieben allerdings aus: Wenngleich sich der A4 DTM auch heute den Mercedes-Neuwagen überlegen gezeigt hatte, war es der Lackaustausch zwischen Timo Scheider, Bruno Spengler und Co., die den Gegnern nicht behagten.

"Timo Scheider und Mattias Ekström haben zwei Überholmanöver gezeigt, die man im Tourenwagensport gerne sieht. Es ist hart zur Sache gegangen, auch wenn es am Limit war", bewertet Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich die von Mercedes-Seite viel kritisierten Manöver gegen den einstmals drittplatzierten Kanadier. Auch die Kritik einiger Fans an den kurz vor der Ziellinie erfolgten Positionswechseln zwischen Alexandre Prémat und Martin Tomczyk sowie Timo Scheider und Mattias Ekström lässt Ullrich nicht gelten:

"Mögliche Safety-Car-Phasen hatten wir im Hinterkopf, weshalb wir auch auf sehr unterschiedliche Strategien gesetzt haben", holt Ullrich aus, und erklärt: "Wir hatten mit den unterschiedlichen Strategien die Autos oft beieinander, und wer schneller war als der Hintermann, wurde vorbeigelassen. Über das Rennen hat sich das ausgeglichen. Jeder hat die Unterstützung des anderen bekommen." Eine Sprachregelung für die völlig legitimen Manöver hat man bei Audi offenbar noch nicht gefunden: Während Prémat in den ersten Reaktionen von einem Fehler in der letzten Kurve sprach, sah sich Scheider nicht ganz freiwillig auf Position vier zurückgefallen...

Copyright: adrivo Sportpresse GmbH