Trotz konstant guter Rennperformance der Audi-Neuwagen fordert Mattias Ekström im Kampf um seinen zweiten DTM-Titel Verbesserungen.

Der Saisonauftakt hatte den Ingolstädtern Lust auf mehr gemacht: Nach dem erfolgreichsten Debütrennen auf der "Mercedes-Strecke" Hockenheim seit 2002 schienen die Qualitäten des aktuellen Audi A4 DTM bereits unter Beweis gestellt. Mattias Ekströms unerwarteter Hockenheim-Sieg ließ so manchen im Abt-Audi-Lager gar von einer Neuauflage jener Siegesserie träumen, wie sie dem späteren Champion Laurent Aiello nach seinem Hockenheimer Auftaktsieg 2002 gelungen war. Dass sich an den Audi-Triumph vier Mercedes-Siege anschlossen, überraschte nicht nur die Audi-Mannschaft...

Und wenngleich das Gewichtsreglement den Audi-Neuwagen bislang nicht gerade in die Karten spielte und sich die 2007er-A4 zumindest im Rennen stets auf einer Augenhöhe mit den Mercedes-Neuwagen zeigten: Audi-Speerspitze Ekström zeigt sich beunruhigt. "Wir haben nur eines von fünf Rennen gewonnen; also müssen wir Verbesserungen anstellen", mahnt der Schwede gegenüber Autosport an, der sich abgesehen von seinem Oscherslebener Frühstart in dieser Saison fahrerisch keine Blöße gab, "es geht unheimlich eng zu, und alle Beteiligten waren konstant. Die Konstanz ist nur ein Faktor, man muss auch schnell sein..."

Was den Ingolstädtern im Qualifying nur bedingt gelingt: Zeigte sich Audi 2006 noch oft im Qualifying stärker als im Rennen, weshalb man sich in der Winterpause auf die Konstanz des Longrun-Speeds konzentrierte, so wandte sich nun angesichts von fünf Mercedes-Poles das Blatt. "Auch in Hockenheim hatte Mercedes die Pole, dann jedoch hatten sie technische Probleme", spielt Ekström auf die defekte Servolenkung von Pole-Inhaber Bruno Spengler an, "ansonsten hätten sie alle Rennen für sich entschieden." Eine Einschätzung, über die sich angesichts seiner perfekten Hockenheimer Rennstrategie trefflich streiten ließe. Doch im Kampf um seinen zweiten Titel will der DTM-Champion von 2004 sein Team zu Höchstleistungen treiben...

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