Nach zwei Nullrunden in Folge hat sich der Hype um Paul Di Resta etwas gelegt - obwohl sein Speed nachweislich nicht gelitten hat...

Fünfter der Meisterschaftswertung nach dem ersten Rennen, Tabellensechster nach der ersten Saisonhälfte: Was bei flüchtigem Blick nach konstanten Rennplatzierungen im vorderen Mittelfeld aussieht, war für Paul Di Resta in seinem 2005er-Mercedes Ergebnis eines Höhenfluges, auf den der tiefe Fall folgte. Nach zwei zweiten Plätzen in Oschersleben und Klettwitz sowie der drei Wochen währenden Meisterschaftsführung wurde di Resta unsanft aus seinen Träumen gerissen: Zwei unverschuldete Startcrashs in Folge bedeuteten für den Schotten innerhalb von nur vier weiteren Wochen den Sturz um fünf Tabellenränge.

"Wir haben einfach ein wenig Pech gehabt; manchmal meint es das Schicksal gut mit uns, manchmal nicht", versucht Di Resta, über die Enttäuschungen der vergangenen Wochen hinwegzusehen, und tröstet sich gegenüber Autosport: "Die Hauptsache ist, weiterhin schnell zu sein. Und der Speed war nicht das Problem." Doch der Hype um den 21-Jährigen nimmt ab: Mit Startplatz neun in Nürnberg, wo Di Resta seine C-Klasse erstmals im Nassen, gelang ihm zwar ein wesentlich besseres Regendebüt als den vier übrigen DTM-Neulingen, das seine fahrerische Klasse noch deutlicher bestätigte als Rang drei im trockenen Lausitz-Qualifying. Auffallen wollte dies jedoch kaum jemandem...

Paul di Resta dürfte dies wohl egal sein, geht er doch auch die zweite Saisonhälfte pragmatisch an. "Ich schaue nicht auf die Meisterschaft. Natürlich wäre ich noch gern an der Spitze, aber momentan wäre mir ein weiterer Platz auf dem Podium wichtiger", gibt der Persson-Pilot sein Ziel für das italienische Gastspiel der DTM in Mugello aus - nachdem er in Nürnberg mit der drittschnellsten Rennrunde selbst den neuen Meisterschaftsführenden Bernd Schneider hinter sich gelassen hatte...

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