Gleich mehrere Feindberührungen, eine allzu heiße Rennphase - und dennoch konnte Tom Kristensen nichts und niemand von einem überzeugenden Comeback abhalten.

Schon bei den 24 Stunden von Le Mans hatte sich Tom Kristensen weitest gehend in alter Hochform präsentiert. Eine Woche später in Nürnberg plagten den Dänen keine Probleme, seinen Teamkollegen auf Anhieb Paroli zu bieten - und eine durchaus überzeugende Aufholjagd von Startplatz acht auf Rang fünf auf den Asphalt zu legen. Dabei hatte Kristensen während des Rennens mehr Berührungen zu verzeichnen, als ihm lieb war:

"Ich freue mich darüber, wie mein Comeback verlaufen ist. Ich habe drei Mal die Leitplanken leicht touchiert, hatte Berührungen mit anderen Autos, soweit ich mich erinnere zwei Mal mit Jamie Green, aber mein Wagen blieb trotzdem sehr gut", berichtet Kristensen uns gegenüber von nur minimalen Reibungsverlusten an seinem A4 DTM, mit dem er auch zur Mitte des Rennens noch angreifen konnte: "Die Rennpace hat gepasst, so dass ich zwischenzeitlich sehr nah an Mattias und Gary Paffett war."

Erst während der Endphase fiel es dem Meisterschaftsdritten von 2005 und 2006 schwer, einen kühlen Kopf zu behalten. "Während der letzten 15 Runden gab es Temperaturprobleme - beim Motor, bei den Bremsen, und auch bei mir selbst...", gesteht Kristensen, der um Verständnis bittet: "Man kann nicht neun Wochen im Bett liegen und dann sofort 74 Runden auf allerhöchstem Niveau fahren."

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