Nach nur zwei Wochen wurde Martin Tomczyk die Meisterschaftsführung unverschuldet wieder los - und zeigt sich entsprechend verärgert.

14 Tage durfte Martin Tomczyk das Gefühl genießen, die Meisterschaft anzuführen - bevor er sie heute gleich zu Beginn des Rennens wieder verlor. Tomczyks gestrige Hoffnungen, am Start heil durch das Gerangel des Mittelfelds zu kommen, bestätigten sich für von Startplatz elf aus nicht. "Ich bin zusammen mit Paul Di Resta um die erste Kurve gefahren, Susie Stoddart ist mir mit Breitseite ins Auto geschossen", berichtet Tomczyk uns gegenüber von einer Berührung, die nicht folgenlos blieb.

So blieben Reparaturversuche der Audi-Mechaniker aussichtslos: "Der gesamte Unterboden war beschädigt, zwei Reifen waren platt. Ein ziemlich heftiger Einschlag - nicht gerade auf die feine englische Art." Die Tatsache, dass sich die Schottin Stoddart englischer Umangsformen kaum verpflichtet fühlen dürfte, tröstet die bisherige Audi-Speerspitze nicht über die Enttäuschung hinweg: "Es ist schade, wenn man das ganze Wochenende hart gearbeitet hat, und dann ist das Rennen nach einer Kurve unverschuldet vorbei ist."

Mit Blick auf die Meisterschaftstabelle wird Tomczyks Laune umso schlechter. "Ein paar Punkte hatte ich mir durchaus ausgerechnet. Dass die Meisterschaft eng bleibt, war mir klar, aber ein Nuller ist ein Nuller. Wenn dieser unverschuldet geschieht, ist es umso bitterer", berichtet Tomczyk, dessen Vorsprung von 1,5 Punkten in einen Rückstand von 5,5 Zählern verwandelt wurde.

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