Leitete Timo Scheider in Nürnberg schon 2006 die Wende seiner Saison ein, so soll es auch diesmal nichts Geringeres als der Neuanfang sein...

Zu einem Neuanfang in seiner langen DTM-Karriere ist es für Timo Scheider mit dem Wechsel zu Abt-Audi bislang nur bedingt gekommen: Wie zu Opel- und Jahreswagenzeiten wartet Scheider nach wie vor auf seinen ersten Podestplatz. Nachdem dem Lahnsteiner gleich zum Saisonauftakt in Hockenheim der lang ersehnte Sprung unter die Top 3 zu gelingen schien, bevor er unverschuldet mit Bruno Spengler aneinandergeriet, erlebte er drei mehr oder minder chaotische Wochenenden - trotz höherer Konstanz seines Speeds und geringerer Fehlerquote verglichen mit dem direkten Vorgänger Heinz-Harald Frentzen.

"Nach dem Brands-Hatch-Wochenende, das ich möglichst schnell vergessen möchte, ist es umso schöner, nun einige Kilos auspacken zu können - mit Blick auf die Gewichtstabelle und die Performance fangen wir noch einmal neu an", hofft Scheider gegenüber der adrivo Sportpresse darauf, dass der Aufwärtstrend schon in Kürze in Nürnberg einsetzt. Schon im vergangenen Jahr setzte Scheider hier den Auftakt einer langen Serie an Punkteankünften im 2005er-Audi - Zweifel bleiben dennoch: "Für mich persönlich ist es in Nürnberg schon im letzten Jahr gut gelaufen, was Audi generell betrifft, müssen wir abwarten, was wir können."

Den traditionell mäßigen Abt-Audi-Ergebnissen beim Heimspiel zum Trotz glaubt Scheider, Setup-Schwierigkeiten wie zuletzt in England vermeiden zu können: "Ich freue mich wirklich auf Nürnberg: Zum einen ist es eine tolle Atmosphäre, zum anderen ist es für mich ein neuer Anfang, denn in Brands Hatch bin ich der Performance von Beginn an hinterhergefahren. Das soll sich ändern." Stellte sich Scheider 2006 noch ganz in den Dienst der Marke, indem er Mattias Ekström nach dessen Fahrfehler wieder vorbeiließ, so muss er nun auch teamintern angreifen, um letzte Titelchancen zu wahren. Mit der Rückkehr seines direkten Teamkollegen Tom Kristensen erwartet Timo Scheider hier ein umso härterer Wettbewerb - war es doch der Däne, der sich 2005 und 2006 zum Norisring-Spezialisten der Kemptener mauserte...

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