Wie schon bei den ITR-Tests durften sich Piloten und Verantwortliche bei Audi über eine weit gehend reibungslose Vorbereitung freuen.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
Es war heute schwierig, den Tag gut zu nutzen, weil sich die Verhältnisse auf der Strecke ständig verändert haben. Ich denke aber, dass wir trotzdem gut gearbeitet haben. Die Ergebnisse schauen ordentlich aus, so dass wir eine gute Basis für den Samstag haben. Mich freut besonders, dass auch Adam (Carroll) mit dem 2005er A4 gute Zeiten fahren konnte.

Mattias Ekström (Abt):
Ein toller Freitag. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal in beiden Trainingssitzungen am Freitag die Bestzeit gefahren bin. Aber mein Audi A4 DTM war von Anfang an sehr stark, was sicher auch ein Ergebnis der Testfahrten hier ist. Bestimmt werden sich die Streckenverhältnisse noch ein wenig verändern. Aber bis jetzt läuft unsere Vorbereitung auf das Rennwochenende optimal.

Lucas Luhr (Rosberg):
Die Session am Morgen war okay. Ich bin auch mit dem Nachmittag recht zufrieden. Dabei ging es allerdings nicht um Zeiten, weil ich den ganzen Tag mit gebrauchten Reifen gefahren bin. Jetzt haben wir genug für das Rennen gearbeitet. Am Samstag bleibt uns eine Stunde, das Qualifying vorzubereiten.

Adam Carroll (Futurecom TME):
Das war ein guter Tag. Platz vier am Morgen und Rang drei am Nachmittag sind toll, auch wenn es nur Tests waren. Ich hoffe, diese Leistung mit ins Qualifying zu nehmen. Die Basis dafür ist jedenfalls gut. Ich freue mich schon auf den Samstag.

Mike Rockenfeller (Rosberg):
Man kann am Freitag nie sagen, wie gut wir oder die anderen sind ? die Zeiten der Tests geben das nicht wieder. Wir sind zufrieden, denn wir haben genau unser Programm durchgezogen. Ich bin beide Sitzungen mit einem Satz Reifen gefahren, der sogar noch vom letzten Wochenende stammt. Wir sollten im Qualifying gute Chancen haben - und hoffentlich auch im Rennen.

Christian Abt (Phoenix):
Im Prinzip sind wir zufrieden. Wir haben sehr viel probiert und Informationen gesammelt. Das werden wir alles für das Qualifying zusammenstellen. Wir haben heute schon Einiges gelernt.

Martin Tomczyk (Abt):
Mein A4 fühlt sich gut an. Das einzige Problem ist die Strecke, die sehr wenig Grip hat und deshalb Aussagen zur Abstimmung schwierig macht. Ich hoffe, dass sich die Bedingungen bis morgen verbessern, dann bin ich sicher, dass wir wieder ganz vorne dabei sein können.

Timo Scheider (Abt):
In der ersten Trainingssitzung war die Strecke stark verschmutzt, deshalb waren die Ergebnisse etwas verfälscht. Mit neuen Reifen ging es heute Nachmittag dann schon etwas besser, denn ich war sofort wieder in der Spitzengruppe dabei. Ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber wir arbeiten jetzt in die richtige Richtung und können darauf morgen aufbauen.

Marco Werner (Phoenix):
Fürs Erste bin ich nicht unzufrieden, auch wenn Platz 16 gewiss nicht der allerbeste ist. Die Reifenfrage ist nicht so einfach in der DTM - ich stecke voll in diesem Thema. Anfangs war ich bei einem Long-run lange auf Platz sieben oder acht, womit ich sehr zufrieden war. Aber die neuen Reifen konnte ich nicht umsetzen, denn da war ich nur so schnell wie im Long-run. Das Lernpensum ist groß. Andere konnten bei den Tests vorab natürlich viel mehr ausprobieren.

Vanina Ickx (Futurecom TME):
Ich hatte einen sehr interessanten Freitag. Schon am Anfang haben wir etwas am Auto geändert, was sich deutlich auszahlte. Im Vergleich zum Test vor einigen Wochen fühlte sich das Auto ganz anders an und war angenehm zu fahren. Das war eine gute Basis. Wegen der Streckenbedingungen haben wir am Nachmittag keinen neuen Reifensatz ausprobiert. Den sparen wir uns für den Samstag, wenn die Strecke hoffentlich besser ist.

Frank Biela (Abt):
Nach langer Zeit wieder im DTM-Auto - es macht Spaß. Die neue Fahrzeuggeneration fährt sich angenehmer als das Auto im Jahr 2004. Trotzdem: Schnell sein ist schwierig. Im ersten Test habe ich versucht, mich einzuschießen und die in der DTM optimale Linie zu finden. Das ist deshalb wichtig, weil ich zuvor im Sportwagen nicht so stark über die Randsteine fahren konnte. Daran muss ich mich am meisten gewöhnen. Im zweiten Test trat leider sehr früh ein Ölleck auf, das wir kontrollieren müssen. Daher bin ich heute leider nicht so viel gefahren.

Hans-Jürgen Abt (Team Direktor Audi Sport Team Abt Sportsline):
Der Freitag hat unsere positiven Ergebnisse bestätigt, die wir während der Testfahrten gesammelt haben. Die Jungs sind alle sehr gut drauf - das lässt auf einen guten Samstag hoffen. Frank (Biela) wurde hier ins kalte Wasser geworfen und versucht, zusammen mit seinem erfahrenen Renningenieur so schnell wie möglich zu lernen. Wir unterstützen ihn dabei mit allen Kräften.

Ernst Moser (Team Direktor Audi Sport Team Phoenix):
Marco (Werner) fiel es erwartungsgemäß schwer, die neuen Reifen von Dunlop so zu nutzen, dass er auf Tempo kam. Das versuchen wir zu üben. Ich hoffe, dass wir am Samstag noch einen Schritt nach vorne machen, um im Qualifying gut zu sein. Christian (Abt) klagte über Untersteuern, was wir bis zum Schluss nicht lösen konnten. Das müssen wir anhand der Daten analysieren, damit wir bei ihm ebenfalls einen Schritt nach vorne tun.

Arno Zensen (Team Direktor Audi Sport Team Rosberg):
Am Morgen lief es ganz ordentlich. Für die Session am Mittag hatten wir uns vorgenommen, nur mit einem Reifensatz zu fahren. Am ganzen Tag kamen wir daher mit einem Satz pro Auto aus. Natürlich sind wir dann zum Schluss in der Zeitenliste nach hinten gerutscht. Das beunruhigt mich nicht. Entscheidend ist, was morgen passiert.

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