Erneut beherrschte Audi die ersten beiden Qualifying-Sessions - am Ende setzte sich erneut Mercedes durch: Mika Häkkinen überzeugte mit seiner zweiten DTM-Pole.

Die gute Tagesform, wie sie Mercedes schon am Vormittag offenbart hatte, bestätigte sich auch im Qualifying: Zwar nicht Jamie Green als Sieger des Samstagstrainings, dafür jedoch Mika Häkkinen sicherte HWA-Mercedes die zweite Pole Position im zweiten Qualifying, nachdem sich zunächst Audi-Pilot Timo Scheider als Pole-Favorit präsentiert hatte. Für eine Überraschung sorgte auch Mike Rockenfeller im 2006er-Audi.

Session 1 - Audi legt vor

Obwohl das Samstagstraining an Jamie Green und HWA-Mercedes gegangen war - das Qualifying schien für Audi nach Maß zu beginnen: Fünf Minuten vor Ende der ersten Session hatte sich bereits ein Ingolstädter Quartett aus Timo Scheider, Mike Rockenfeller, Mattias Esktröm und Martin Tomczyk an die Spitze gesetzt, gefolgt von sieben Mercedes-Piloten. Erst kurz vor Ende des ersten Durchgangs durchmischte sich das Feld:

So stieß Bernd Schneider hinter Scheider auf Position zwei vor, Gary Paffett sowie Bruno Spengler schoben sich zwischen Ekström und Tomczyk. Wie schon in Hockenheim belegte Audi zwar mehr Toppositionen, stellte allerdings auch die meisten Ausscheider: Ebenso wie Kristensen-Vertretung Frank Biela, der sich während seines letzten Versuchs einen Ausritt ins Kiesbett leistete, mussten auch Daniel La Rosa, Lucas Luhr, Prémat-Ersatz Marco Werner sowie die beiden DTM-Damen Susie Stoddart und Vanina Ickx ihren Arbeitstag beenden.

Session 2 - Scheider bleibt vorne, Schneider in der Box

Ohne größeres Taktieren begab sich nun angeführt von Christian Abt bereits von Beginn an ein Großteil des Fahrerfeldes auf die Einführungsrunde. Die gute Vorlage des Phoenix-Piloten wurde von Spengler rasch unterboten. Anders als Scheider und Tomczyk gelang es Mika Häkkinen, seinen kanadischen Teamkollegen knapp von Position eins zu verdrängen - wohingegen Bernd Schneider im zweiten Sektor von der Strecke abkam.

Während seines Boxenbesuchs wurde der Saarländer von Jamie Green aus den rettenden Top Acht geschoben - ein Konterversuch blieb aus: Zu groß waren die Beschädigungen an seiner Mercedes C-Klasse, als dass der DTM-Champion einen letzten Angriff hätte wagen können. Umso erfolgreicher verliefen die letzten Minuten für Timo Scheider: So verdrängte der Abt-Audi-Pilot Mika Häkkinen von seiner Topplatzierung und verwies Spengler und Ekström auf die Plätze drei und vier. In Jahreswagenreihen wussten Mike Rockenfeller und Gary Paffett mit den Plätzen fünf und sechs zu überzeugen.

Anders als für Tomczyk und Green, doch ebenso wie für Schneider reichte es auch für ein Quintett aus Jahres- und Gebrauchtwagenpiloten nicht bis in die letzte Session: Christian Abt musste sich auf Rang neun nur knapp geschlagen geben, es folgten Paul Di Resta, Mathias Lauda, Alexandros Margaritis sowie Adam Carroll im 2005er-Audi auf den Positionen elf bis 14.

Session 3 - Rockenfeller überrascht

Den finalen Schlagabtausch eröffnete mit Spengler jener HWA-Pilot, der bislang die konstanteste Vorstellung darbot - und auch diesmal setzte der amtierende Vizemeister eine Bestmarke, die Audi anfangs nicht zu unterbieten wusste. Stattdessen sorgte Jamie Green auf Rang zwei für eine vorübergehende Mercedes-Doppelspitze, die Spengler beim letzten Versuch, seine Zeit zu optimieren, durch einen Fehler in der ersten Kurve gefährdete.

Für Erstaunen sorgte Mike Rockenfeller, der eine Minute vor Schluss die Bestzeit eroberte - bevor der zwischenzeitlich so unauffällige Häkkinen wenige Sekunden später die Bestzeit zurück nach Stuttgart brachte. Dass sich Ekström leicht auf Rang vier zu verbessern wusste, änderte am Resultat kaum noch etwas: Mika Häkkinen sicherte sich seine erste Pole seit zwei Jahren und startet morgen vor dem sensationellen Rockenfeller im 2006er-Audi sowie Spengler auf den Rängen zwei und drei. Die Ränge fünf bis acht belegen Green, Scheider, Tomczyk und Paffett.

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