Nach zwei missglückten Rennen in nur acht Tagen werden Lucas Luhr und Mike Rockenfeller erneut mit dem Cockpit konfrontiert...

Gleich zwei missglückte Rennen innerhalb von nur acht Tagen - der Juni war bislang nicht der Monat Lucas Luhrs und Mike Rockenfellers. Nachdem Rockenfellers Brands-Hatch-Rennen nach zwei Kurven in den Reifenstapeln endete und Luhr einen allzu unauffälligen vierten Saisonlauf erlebte, setzte sich das Unglück in Le Mans fort: Hatte Lucas Luhr im Audi R10 TDI die fünfte Startposition im Rennen zunächst halten können, unterlief Rockenfeller im Regen ein weiteres folgenschweres Missgeschick. Eine Erholungspause steht den beiden Rosberg-Piloten dennoch nicht bevor...

So ist es mit dem erneuten Griff ins Steuer am Wochenende in Nürnberg die Konfrontationstherapie, die die Pannen der letzten zwei Wochen vergessen machen müssen. Sowohl Luhr als auch Rockenfeller ist der Norisring aus früheren Jahren nicht ganz unbekannt - und doch pflegen sie unterschiedliche Erinnerungen. "2001 bin ich zuletzt am Norisring gefahren, ich war Gaststarter im Porsche Carrera Cup im Team von Harald Groß gefahren. Da war ich Fünfter und bin dann irgendwie abgeschossen worden...", berichtet Luhr gegenüber der adrivo Sportpresse von einer unangenehmen Erfahrung, die in Nürnberg in den vergangenen Jahr auch so mancher DTM-Pilot machte.

Mehr Glück hatte Rockenfeller bei bisherigen Darbietungen am Dutzendteich. "Im Porsche Carrera Cup bin ich auf dem Norisring einmal Vierter gewonnen und habe einmal gewonnen. Ich habe gute Erinnerungen an den Norisring und seine tolle Atmosphäre", erzählt der 23-Jährige, der so auch eine gute Basis für das kommende Wochenende sieht: "Ich glaube, dass ich nun genug schlechte Rennen hinter mir habe. Nun wäre es schön, aus dem Tal herauszukommen und wieder eine positive Stimmung herzustellen."

Zwar werden die Mercedes-Jahreswagen in Nürnberg den Audi-Pendants gemeinhin als überlegen angesehen - zu übertriebener Bescheidenheit lässt sich Rockenfeller dennoch nicht hinreißen: "Es wäre toll, wenn wir an den Podestplatz von Oschersleben anknüpfen könnten." Für Teamkollege Luhr wäre der Erfolg umso wichtiger - gilt es doch, eine erste Saisonhälfte ohne jeden Punkt abzuwenden...

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