Team:Force India (seit 2014)
Startnummer:27
Herkunft: Deutschland
Geburtsdatum:19. August 1987
Geburtsort:Emmerich (Deutschland)
Wohnort:Ermatingen (Schweiz)
Größe:1,84 m
Gewicht:74 kg
Familie:ledig
F1-Debüt:Bahrain 2010
Größter Erfolg:WM-Neunter 2014
Bisherige Teams:Williams (2010, 2008-09 Testfahrer)

Force India (2012, Testfahrer 2011)

Sauber (2013)
Homepage:www.nicohulkenberg.net
Twitter:http://dpaq.de/Cilr0
Facebook:http://dpaq.de/A5uKE

STÄRKEN


Welches Potenzial in dem ehemaligen GP2-Champion steckt, bewies er mit seiner sensationellen Pole-Position in seinem Rookie-Jahr 2010 im Williams in Brasilien. Mangels Sponsoren verlor Hülkenberg damals sein Stamm-Cockpit dennoch. Auch wenn er den Sprung in ein Spitzenteam noch nicht geschafft hat, er gilt als sehr guter Fahrer, der besonders in der Qualifikation auftrumpfen kann und schnelle Runden produziert. Mit seinem ausgebildeten Technikverständnis hilft er dem Team ungemein.

Im Vorjahr fuhr er zum Saisonbeginn zehnmal in Serie in die Top Ten, ehe der erste Ausfall folgte. Mit fünf weiteren Platzierungen unter den ersten Zehn bewies "Hulk" eine beachtliche Konstanz. Das schlug sich auch in WM-Rang neun nieder, seinem bislang besten Gesamtergebnis.

SCHWÄCHEN


Die Schnelligkeit einer Runde muss Hülkenberg noch im gesamten Rennen halten. Bisher fehlt der letzte Punch. Zwei vierte Ränge (2012 und 2013) sind seine bislang besten Resultate. Der Deutsche muss sich weiter die nötige Härte in der Formel 1 erarbeiten und auch noch ein bisschen kaltschnäuziger werden. Sonst könnte eine Karriere als ewiges Talent drohen.

BOXENGEFLÜSTER


Hülkenberg hat zur Formel 1 eine faszinierende Alternative. Force India erlaubte dem Rheinländer einen Start beim Langstrecken-Klassiker Le Mans. Außer den legendären 24 Stunden darf er für Porsche auch beim Langstreckenrennen in Spa-Francorchamps fahren. Bei den Tests im Prototypen konnte Hülkenberg zudem Fahrpraxis sammeln, auch wenn dies zwei verschiedene Motorsportwelten sind.

PROGNOSE


Nico Hülkenberg droht in der Formel-1-WM eine Fahrt ins Ungewisse. Die ersten Tests verpasst und dann der neue Rennwagen erst spät fertig und noch nicht ausgereift. Entmutigen lässt sich der Force-India-Pilot aus Emmerich deshalb trotzdem nicht, auch wenn er die dadurch entstandenen Nachteile nicht verharmlost. "Das ist natürlich nicht die ideale Vorbereitung und wird in den ersten Rennen nicht spurlos an uns vorübergehen", konstatierte Hülkenberg. "Wir müssen den Schaden gering halten." Im Laufe des Jahres 2015 könnte es aber für den Wanderarbeiter in seiner fünften Grand-Prix-Saison trotzdem zum ersten Podestplatz reichen. Schließlich will er sich nachdrücklich für ein Top-Team empfehlen.

(Stand: März 2015)