Magdeburg l Es ist der letzte Test vor dem "scharfen Start", aber nicht unbedingt eine Generalprobe: Trainer Jens Härtel vom Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg relativiert die Aussagekraft der Partie am Sonnabend (14 Uhr/Nebenplatz 2 der MDCC-Arena) gegen den NOFV-Oberliga-Zehnten Brandenburger SC Süd.

"Das Spiel hat zwar eine andere Bedeutung als die Begegnungen zuvor, aber so weit, dass es eine Generalprobe ist, würde ich nicht gehen. Außerdem sind wir nicht im großen Stadion, und Brandenburg spielt eine Klasse tiefer", befand Härtel, der nach eigener Aussage noch keine Entscheidung darüber getroffen hat, welcher Akteur wie viel Einsatzzeiten erhält: "Wir haben noch mehrere Trainingseinheiten und wissen nicht genau, wer uns letztlich zur Verfügung steht."

Zwei Sorgenkinder hat der FCM derzeit - Niklas Brandt (Knochenhautentzündung) und Matthias Steinborn (Meniskus-Teilabriss). Beim 25-Jährigen ist weiter unklar, ob er sich einer Operation unterziehen muss oder andere Heilungsmethoden angewendet werden. Härtel: "Matthias hält sich in Berlin bei Dr. Miltner auf. Er ist Spezialist, hat ihn seinerzeit am Kreuzband operiert und will nun am kommenden Montag entscheiden." Bis dahin soll Steinborn ausloten, welchen Belastungen er standhält.

Sowohl Brandt als Steinborn fallen auf jeden Fall länger aus. Felix Schiller, der nach einem Zweikampf einen Tritt abbekam und das Training abbrechen musste, dürfte dagegen bald wieder fit sein.

Härtel ist indes froh, dass die lange, fast siebenwöchige Vorbereitungsphase demnächst beendet ist. "Es wird Zeit, dass es wieder losgeht", betonte der 45-Jährige, der mögliche weitere Freundschaftsspiele für wenig sinnvoll hält: "Es reicht. Man darf nie vergessen: Test bleibt Test. Daher fand ich es auch nicht schlimm, dass wir im Trainingslager nur eine Partie ausgetragen haben."

Am 22. Februar hat das Warten ein Ende. Dann steigt im Derby gegen Germania Halberstadt das erste Punktspiel 2015.