Magdeburg l Unter Trainer Andreas Petersen war Verteidiger Nils Butzen im ersten Jahr Stammspieler, büßte in der Saison 2013/14 aber seinen Platz ein und spielte noch ganze 31 Minuten für Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg. Unter Jens Härtel hat sich der 21-Jährige wieder an die Stammelf herangekämpft, hat seine Einsatzzeit (398 Minuten) in neun Liga-Spielen bis zur Winterpause mehr als verzehnfacht. Klar: Zum Rückrundenauftakt am 22. Februar gegen den VfB Germania Halberstadt würde Butzen am liebsten in der Startelf stehen.

"Bisher hat sich der Trainer nicht in die Karten schauen lassen. Ich denke, im Laufe der Woche wird man erkennen, wer gegen Halberstadt spielt", sagt Butzen vor dem letzten Testspiel am heutigen Sonnabend gegen den Brandenburger SC Süd (14 Uhr, Platz 2 der MDCC-Arena). Gegen den Nord-Oberligisten will Butzen "nochmal Vollgas geben" - wie in der gesamten Vorbereitung und besonders im Trainingslager in Spanien, wo ihn nur anfangs leichte Knieprobleme etwas ausbremsten.

"Ich habe wieder das Gefühl, gebraucht zu werden. Das mache ich nicht nur an den Einsatzzeiten fest, der Trainer kommuniziert auch mehr mit Spielern und mir", sagt Butzen, der im Herbst ein Fernstudium in Wirtschaftswissenschaften aufnehmen möchte - am liebsten von Magdeburg aus. Allerdings läuft der Vertrag des Eigengewächses aus.

"Ich möchte vorankommen, das geht nun mal am besten über Einsatzzeiten", sagt Butzen, der sich in der Spieleröffnung und im Kopfballspiel weiter steigern muss. Mit mehr Einsätzen käme Butzen natürlich der erhofften Vertragsverlängerung entgegen. Ein erstes Abtasten mit Sportchef Mario Kallnik hat es bereits gegeben. Bis zur Unterschrift gibt Butzen erst mal weiter Vollgas - schon heute wieder in der Regionalliga-Generalprobe.