Magdeburg (ut) l FCM-Torjäger Christian Beck war im Derby der Mann des Tages und hatte nach der Partie einen wahren Interview-Marathon zu absolvieren. "Davon träumt man natürlich als Stürmer - drei Tore im ersten so wichtigen Spiel nach der Winterpause zu erzielen. Aber unterm Strich ist es egal, wer trifft. Entscheidend sind die drei Punkte", sagte der 26-Jährige freudestrahlend, der nunmehr zwölf Treffer auf seinem Konto hat.

Beim zweiten Tor sah es so aus, als habe ein Halberstädter kräftig mitgeholfen. Beck dazu: "Wenn überhaupt, dann war da noch ein Gegenspieler mit der Hand dran."

Dabei hatte Beck noch zu Beginn der Saison Ladehemmung, war frustriert. Kapitän Marius Sowislo brach gestern aber noch einmal eine Lanze für den FCM-,,Knipser": "Auch in der für ihn schwierigen Zeit war er wertvoll für uns, weil er sehr viel für die Mannschaft gearbeitet hat."

Gestern profitierte Beck nicht zuletzt von einem insgesamt enttäuschenden Auftritt der Gäste: "Auch ich hatte mehr Gegenwehr erwartet, aber wir haben natürlich Halberstadt auch beeindruckt, indem wir von Anfang hinten gut standen und vorne aggressiv draufgegangen sind. Wir hatten ja schon gleich in der ersten Minute die erste Möglichkeit. Am Ende kann man wohl ohne Übertreibung sagen, dass wir das Derby klar beherrscht und uns nach der langen Vorbereitung belohnt haben."

Jetzt, so der Goalgetter, komme es natürlich darauf an, diese Leistung auch am kommenden Sonntag in Babelsberg zu bestätigen. Und das als Tabellenführer. Beck: "Ein schönes Gefühl. Und man nimmt sich natürlich vor, diese Position nicht mehr herzugeben. Aber ich glaube, wir tun gut daran, nicht zu weit nach vorn zu schauen."