Magdeburg l Torge Bremer ist in Magdeburg angekommen. Es hat allerdings seine Zeit gebraucht, ehe der gebürtige Hannoveraner, den sein damaliger FCM-Trainer Martin Hoffmann 2011 vom SC Langenhagen in seine U-19-Elf holte, diesen Schritt vollzogen hat. Der Mann fürs defensive Mittelfeld machte am Sportgymnasium sein Abitur, lebt in der Elbestadt in einer WG und ist mangels Auto mit Bus und Bahn unterwegs. "Magdeburg ist nun mal nicht Hannover, wo ich viele Freunde habe und meine Eltern wohnen", erzählt der 20-Jährige.

Nun scheint der Blondschopf offensichtlich im Begriff, auch sportlich im Regionalligateam der Elbestädter Wurzeln zu schlagen. Trainer Jens Härtel ließ ihn zuletzt gegen Germania Halberstadt (4:0) 90 Minuten auf dem Feld - ein Vertrauensbeweis, auch wenn der Coach einschränkt: "Torge ist unheimlich ehrgeizig und bestrebt. Ihm fehlt aber noch die Konstanz."

Zuletzt gegen Halberstadt war dies Bremers erstes Spiel über die volle Distanz, das er mit dem FCM gewann. Seine vorherigen fünf Komplett-Einsätze fielen ausgerechnet in die Zeit, als seine Elf aus fünf Spielen nur einen Punkt geholt hatte. Bremer erinnert sich: "Es hat eine Weile gedauert, bis wir das, was der Trainer von uns will, richtig umgesetzt haben."

Ob der Rechtsfuß in Babelsberg erneut in der Startelf steht, ist offen. "Babelsberg ist ein anderes Kaliber als Halberstadt. Wenn es in die Taktik unseres Trainers passt, würde ich gern dabei sein. Aber auch die anderen in der Mannschaft schlafen nicht."