Magdeburg l Auf eines ist in dieser Saison Verlass beim 1. FC Magdeburg: Wenn es spielerisch mal nicht so richtig rund läuft, hilft fast immer eine Standardsituation. Beim 2:1 (1:1)-Auswärtssieg am Sonntag in der Fußball-Regionalliga Nordost beim SV Babelsberg brachte Nico Hammann den FCM mit seinem direkten Freistoß zum 1:1 zurück in die Spur für den achten Sieg in Serie.

Nach seinem fünften Saisontor spurtete der 26-Jährige zurück an die Seitenlinie und bedankte sich bei Jens Härtel. "Der Trainer hatte mich vor dem Spiel gefragt, ob ich das Tor von Akaki Gogia gesehen habe", berichtet Hammann. Der Hallenser hatte mit einem sehenswerten Freistoß in die Torwartecke den HFC mit 1:0 gegen Hansa Rostock in Führung gebracht. Hammann hatte das Tor gesehen - und machte es gegen die starken Babelsberger einfach nach.

"Standardsituationen werden immer wichtiger, gerade bei Spielen auf gleichem Niveau", sagt Hammann, der zweimal die Woche nach dem Training sich noch einige Bälle schnappt und Freistöße und Ecken übt. "Ich denke, ich hatte schon immer ein bisschen Veranlagung und Talent dafür, bringe eine gute Mischung aus Kraft und Technik mit", sagt der Defensivspieler. Diese Fähigkeiten hat Hammann nahezu perfektioniert und zu einer echten Waffe im Aufstiegskampf der 4. Liga für den FCM entwickelt. Jens Härtel lässt normalerweise einmal die Woche die ruhenden Bälle trainieren. "Der Trainer weiß auch, dass wir damit Spiele entscheiden können", so Hammann.

Nach seinem zweiten Tor im zweiten Spiel nach der Winterpause - beim 4:0 gegen Germania Halberstadt traf Hammann aus dem Spiel heraus - ist die Welt für den Rotschopf momentan in Ordnung. "Ich bin sehr zufrieden, auch mit mir", sagte Hammann am freien Montag und ließ die Seele im Magdeburger Spaßbad Nautica baumeln. Ab Mittwoch geht es zurück ins Training - vielleicht mit einer Sondereinheit Freistöße. Falls es im FCM-Spiel mal nicht so laufen sollte.