Magdeburg l Als Jens Härtel sein Traineramt beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg im Sommer 2014 antrat, lautete eine seiner Maximen: Immer wieder neue Reizpunkte setzen. Daran hat sich nichts geändert. Und so dürfte als "Lockmittel" für den jüngsten wertvollen 2:1-Auswärtssieg beim heimstarken SV Babelsberg beigetragen haben, dass es dafür zwei freie Tage gab.

Am Montag und am Dienstag konnten die Akteure ausspannen, erst gestern begann die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den insolventen VFC Plauen (Sonntag, 13.30 Uhr, MDCC-Arena).

"Die freien Tage waren ursprünglich gekoppelt an die Partie gegen Plauen, die ja eigentlich als Pflichtfreundschaftsspiel ausgetragen werden sollte. Dann kam bekanntlich alles anders, doch wir (Härtel und Assistent Ronny Thielemann/d. Red.) haben uns dann entschieden, alles so zu lassen. Die Spieler wussten also, dass es zwei freie Tage gibt, wenn sie gewinnen und haben sich nach dem 2:1 natürlich doppelt gefreut", erläuterte Härtel, der ansonsten dieses Privileg eher selten gewährt: "Eine solche Maßnahme hängt natürlich immer vom Saisonverlauf ab. Am ehesten macht man so etwas am Ende eines Spieljahres."

Dass aber die Kicker nach ihrem "Kurzurlaub" nun gestern besonders motiviert ans Werk gegangen sind, konnte der Fußball-Lehrer, der am Mittwoch bis auf den dauerverletzten Nik- las Brandt erfreulicherweise alle 22 Spieler zum Übungsbetrieb um sich versammeln konnte, nicht bestätigen: "Da gibt`s keinen Unterschied."

Und wie hat der 45-Jährige die Auszeit selber genutzt? "Ich war zu Hause bei meiner Familie in Rangsdorf (nahe Berlin/d. Red.). Da kann man am besten abschalten, wenngleich das nicht zu 100 Prozent gelingt, weil man das letzte Spiel noch nachzubereiten hat und sich auch schon wieder mit der nächsten Aufgabe beschäftigt. Diese kleinen Auszeiten, und wenn es nur ein Tag ist, muss man sich aber einfach nehmen."

Schon am Mittwoch und auch am Donnerstag fährt der FCM wieder Doppelschichten, um am Sonntag möglichst den neunten Sieg in Folge einzufahren. Auch ohne freie Tage, so hofft Härtel, werden sich die Club-Kicker dafür richtig ins Zeug legen.