Magdeburg (kr/ju) l Die HFC-Spieler tanzten noch vor ihren Fans und ließen sich feiern, die Spieler des FCM waren da schon in den Katakomben der MDCC-Arena verschwunden. Der dritte Pokalsieg in Folge und ein weiteres DFB-Pokalmärchen bleibt dem Regionalligisten in diesem Jahr verwehrt. Stattdessen stehen die Hallenser im 25. Landespokal-Wettbewerb zum zehnten Mal im Endspiel und können sich zum siebten Mal den Pott holen.

"Es ist faszinierend. Wir haben verloren, trotzdem feiern die Leute", sagte FCM-Kapitän Marius Sowislo mit traurigem Blick nach dem unglücklichen Pokal-Aus. "Es war ein über weite Strecken offenes Spiel, dass die glücklichere Mannschaft gewonnen hat." Mario Kallnik, der unmittelbar nach Spielende zusammen mit Trainer Jens Härtel die Mannschaft am Mittelkreis zusammen rief, sagte: "Wir haben einem sehr guten Drittligisten Paroli geboten und leider im Elfmeterschießen Pech gehabt."

Während die HFC-Fans einige Böller zündeten, feierte der FCM-Anhang seine Verlierer mit Sprechchören aus Block U, vor dem sich die Mannschaft kurz verabschiedete. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, hinten nichts zugelassen und den Sieg mehr gewollt. In der Verlängerung hätten wir den Sieg sogar verdient gehabt", sagte Abwehrchef Steffen Puttkammer, der eine sehr gute Partie als Abwehrchef spielte. Innenverteidiger Felix Schiller ergänzte: "Mir kamen sofort wieder Gedanken an unsere unglückliche Elfmeterniederlage gegen Leverkusen im DFB-Pokal hoch. Wir haben 120 Minuten dicht gehalten und trotzdem verloren. Bitter."

FCM-Trainer Jens Härtel, der einige Minuten gedankenverloren mit verschränkten Armen über das Spielfeld schritt, sagte: "Es war kein Klassenunterschied zu sehen. Bei uns hat der letzte Tick zum Tor gefehlt. Elfmeterschießen ist immer Lotterie. Mit unserer Leistung bin ich sehr zufrieden. Das Ergebnis ist bitter."