Magdeburg l Beiden Mannschaften war vor der stimmungsvollen Kulisse der gegenseitige Respekt anzumerken. Neben dem Heimvorteil trat Pokalverteidiger FCM mit der Empfehlung von 13 Siegen aus den letzten 14 Regionalliga-Spielen an. Der HFC hat in Liga 3 derzeit ebenfalls einen Lauf und steht als stärkste Auswärtsmannschaft auf Platz sechs.

Kontrollierte Offensive lautete vor der Pause bei FCM und HFC die Marschroute. Torchancen waren deshalb Mangelware. Die beste Möglichkeit hatten die Gäste in der 14. Minute. Nach einem Freistoß von Akaki Gogia, der in die Start-elf des HFC zurückgekehrt war, scheiterte der ehemalige Bundesliga-Profi Ivica Banovic mit einem Drehschuss aus Nahdistanz an FCM-Keeper Jan Glinker. Der FCM wurde immer dann gefährlich, wenn sich Kapitän Marius Sowislo in die Offensive einschaltete. Nach einem gefährlichen Freistoß von Hammann (43.) verpasste Sowislo nur knapp, stand aber zudem im Abseits. So ging es leistungsgerecht torlos in die Pause. Immerhin: Ein Klassenunterschied war auf dem Platz nicht zu erkennen.

Nach dem Wechsel nahm die Pokalpartie merklich an Intensität zu, auf dem Platz und auf den Rängen - blieb aber hier wie da wohltuend fair. Der erwartete große Pokalfight ließ noch auf sich warten, dafür stand für beide Mannschaften zu viel auf dem Spiel.

Die erste Szene nach der Pause gehörte den Gästen, die nun optisch ein leichtes Übergewicht hatten. Sören Bertrams Freistoß aus 22-Metern ging über das Tor. Auf der Gegenseite verpasste Lars Fuchs nach Vorarbeit von Nicolas Hebisch knapp den Ball (63.). Maximilian Jansen prüfte sechs Minuten später erneut FCM-Schlussmann Glinker, der parierte und zur Ecke abwehrte.

Von einem offenen Schlagabtausch war das Spiel immer noch weit entfernt. Zwar erhöhten die Gäste nochmals leicht den Druck, die FCM-Abwehr um Chef Steffen Puttkammer ließ aber bis einen Bertram-Schuss (89.) nichts mehr zu. Es blieb wie im Vorjahr im Finale in Halle beim 0:0 und ging in die Verlängerung.

In der Verlängerung neutralisierten sich weiter beide Teams. Einmal überraschte der FCM die Gästeabwehr, nach Fuchs-Flanke köpfte Hebisch an die Latte (105.). Da Jansen (108.) erneut an Glinker scheiterte, musste das Elfmeterschießen entscheiden.

Vom Punkt hatte der FCM wie schon im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen nicht das Glück auf seiner Seite. Ausgerechnet Nico Hammann traf nur den Pfosten und verschoss. Der eingewechselte Selim Aydemir setzte den Schlusspunkt und bescherte dem Drittligisten den Finaleinzug. Im Endspiel kommt es jetzt zu einem Stadtduell mit dem VfL Halle 96, der sich ebenfalls im Elfmeterschießen in Mageburg durchgesetzt hatte.

FCM: Glinker - Bankert (91. Handke), Puttkammer, Schiller, Hammann, Sowislo, Reimann, Butzen (99. Lange), Fuchs (116. Siefkes), Hebisch, Beck
HFC: Lomb -Brügmann, Engelhardt, Franke, Baude, Jansen (113. Aydemir), Kruse, Banovic, Bertram, Gogia (66. Osawe), Furuholm
Schiedsrichter: Meißner (Zahna-Elster). Zuschauer: 18749. Elfmeterschießen: 0:1 Bertram, 1:1 Sowislo, 1:2 Banovic, Hammann verschießt (Pfosten), 1:3 Engelhardt, 2:3 Lange, 2:4 Brügmann, 3:4 Siefkes, 3:5 Aydemir. Gelbe Karten: Reimann, Lange / -