1. FC Magdeburg: Tischer - Butzen, Puttkammer, Hammann, Bankert (81. Chahed), Schiller, Reimann (81. Steinborn), Sowislo, Kruschke (53. Hebisch), Fuchs, Beck

Berliner FC Dynamo: Flauder - Brunnemann (58. Mannsfeld), Putze, Haastrup, Zurawsky, Preiss, Steinhauer (33. Brendel), Rehbein, N`Diaye, Gutsche (71. Scharlau), Shala

Schiedsrichter: Müller (Cottbus). Zuschauer: 12 268. Tore: 1:0 Beck (25.), 1:1 Zurawsky (66.). Gelb: Hammann, Schiller, Puttkammer, Sowislo / Zurawsky, Brendel, Brunnemann

Magdeburg l "Nur bei einem Sieg hätten wir einen großen Schritt gemacht. So aber hat sich die Ausgangsposition nicht verändert", sagte FC Magdeburg Trainer Jens Härtel, der insgesamt ein "hochklassiges Spiel nur mit dem falschen Ergebnis" gesehen hatte.

In der ersten Halbzeit sprach eigentlich alles für die agilen Gastgeber, die enorm früh störten, den Gegner massiv unter Druck setzten und schon in den ersten zwei Minuten drei klare Chancen besaßen. Zunächst parierte Berliner FC Keeper Stephan Flauder einen Kopfball von Marius Sowislo, dann traf Christian Beck bei der fälligen Ecke von Nico Hammann nur die Latte, und wenig später erkannte der Referee zu Recht einen Treffer von Sowislo nicht an, weil dieser zuvor die Hand zu Hilfe genommen hatte.

Nach 25 Minuten war es aber soweit: Lars Fuchs bediente Beck mustergültig, dieser scheiterte zunächst an Flauder, beförderte den Ball dann aber per Kopf über die Linie. Trotz der Dominanz blieb der Berliner FC, immerhin seit zehn Spielen ungeschlagen, ein stets unbequemer Gegner, der sich immer wieder befreite und Nadelstiche setzte.

Keine tadellose Vorstellung in zweiter Halbzeit

Im zweiten Abschnitt, der nach einem Böllerwurf aus dem Berliner FC Block vom Unparteiischen für fünf Minuten unterbrochen wurde (67.), konnte der Club nicht mehr an die tadellose Vorstellung der ersten Hälfte anknüpfen. Das lag zum einen am überraschenden 1:1, als Martin Zurawsky, von Kevin Gutsche freigespielt, mit einem Heber Torhüter Matthias Tischer überwand (66.), zum anderen ließ mit zunehmender Dauer die Kraft nach.

Mit dem Ausgleich rissen im Übrigen zwei Serien. Es war nach neun Zu-Null-Partien das erste Gegentor seit 932 Minuten (2:1 am 1. März in Babelsberg) und der erste Heim-Gegentreffer im Jahr 2015. "Nach der Pause hat uns die Kraft und auch die Überzeugung gefehlt, während der Berliner FC mit Mut und Risiko mehr Spielanteile hatte", so Härtel.

Kapitän Sowislo, der sich die fünfte Gelbe Karte einhandelte und damit am kommenden Sonntag bei Hertha BSC II gesperrt ist, meinte: "Das 1:1 ist zu wenig, weil wir so viel investiert haben. Man darf jedoch nicht vergessen, dass der BFC saustark gespielt hat." Die Vorverlegung des Heimspiels gegen Viktoria Berlin ist vom Tisch. Es bleibt beim 24. Mai. "Das Thema ist erledigt, weil wir kein Rechtsmittel einlegen können", sagte Sportchef Mario Kallnik.