Berlin l Beim 4:1-Sieg des 1. FC Magdeburg am Sonntag bei Hertha BSC II stand neben Tarek Chahed mit Paul Fricke erstmals ein zweiter A-Jugendlicher im Kader von Trainer Jens Härtel. Schon seit Wochen sind die Magdeburger von diversen Ausfällen geplagt - können diese aber bislang fast mühelos kompensieren.

Neben dem in Berlin gesperrten Kapitän Marius Sowislo verfolgten in Zivil auf der Tribüne die verletzten Jan Glinker, Torge Bremer, Niklas Brandt und Morris Schröter das Spiel und gehörten nach der Qualifikation für die Aufstiegsspiele gegen Kickers Offenbach (27./31. Mai) zu den ersten Gratulanten. Hinzu kommt als weiterer Ausfall Marcel Schlosser.

Bis auf Sowislo wird im Saison-Finale wohl niemand zurückkehren. Dem erhofften Einsatz von Torwart Glinker (Innenbandanriss) erteilte Härtel fast schon eine Absage. "Im Moment sieht es nicht gut aus. Nach vier Wochen ohne Spielpraxis ins Kalte geworfen zu werden, wäre wohl auch nicht gut", sagte Härtel.

Der FCM-Trainer konnte sich im Saisonverlauf bisher immer auf seinen Kader verlassen. Ob Glinker-Vertreter Matthias Tischer oder die zuletzt zu Stammspielern avancierten Sven Reimann, Nils Butzen oder Kevin Kruschke haben fast alle Aufgaben gelöst. Am Sonntag fügte sich wieder Christopher Handke glänzend für Silvio Bankert ein, der mit Kreislaufproblemen aus dem Spiel musste. "Wenn man sieht, wer uns im Laufe der Saison weggebrochen ist, dann haben wir eine phantastische Entwicklung hingelegt", lobte Härtel.

"Natürlich brauchen wir auch eine gewisse Qualität bei den Einzelspielern. Wir arbeiten aber seit drei Jahren an einem Team. Die Mannschaft hat es hervorragend geschafft, immer wieder Rückschläge wegzustecken", lobte Sportchef Mario Kallnik seine Mannschaft. Nach dem Ligafinale gegen Viktoria Berlin muss die Mannschaft jetzt noch zweimal zusammenrücken, um sich gegen Favorit Offenbach den Traum von der 3. Liga zu erfüllen. Es wäre inzwischen kein Wunder mehr, wenn der FCM auch diesen Widrigkeiten erfolgreich trotzen könnte.