Magdeburg l Man stelle sich vor, der 1. FC Magdeburg schafft sportlich den Aufstieg in die 3. Liga, erhält aber aus finanziellen Gründen keine Lizenz. Ein Horror-Szenario! Soweit wird es aber vermutlich nicht kommen, denn der Club ist guten Mutes, den vom DFB geforderten Nachweis der Wirtschaftlichkeit bis zur Frist am 28. Mai zu erbringen.

Weil der Verband die Zulassung für die dritte Profiliga in Deutschland verschärft hatte, muss der 1. FC Magdeburg nun "nachsitzen" (Volksstimme berichtete). Sportchef Mario Kallnik rückte diesbezüglich erstmals konkrete Zahlen heraus: "Es geht um insgesamt 1,8 Millionen Euro, die wir belegen müssen. 1,3 Millionen davon, also knapp drei Viertel, sind verbindlich da. Es fehlen jedoch noch 500 000 Euro. Uns liegen zwar weitere Zusagen vor, so dass am Ende der geforderte Betrag sogar übertroffen werden könnte, aber eben nur mündlich und nicht schriftlich. Deshalb appelliere ich im Namen des FCM an alle Sponsoren, uns so schnell wie möglich die versprochenen unterschriebenen Verträge zukommen zu lassen."

Die Zeit drängt, haben doch die Unterlagen spätestens am 28. Mai bei der DFB-Zentrale in Frankfurt vorzuliegen. Und weil durch Pfingsten noch ein weiterer Feiertag dazwischenliegt und nicht zuletzt ein Wirtschaftsprüfer die Unterlagen testieren muss, ist Eile geboten.

Kallnik gab sich indes sehr zuversichtlich: "Wir schaffen das. Und das würde gleichzeitig bedeuten, dass Profifußball in Magdeburg auch wirklich gewollt ist."