Magdeburg l Beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg ist der Kampf um die Stammplätze gut eine Woche nach dem Trainingsauftakt voll entbrannt. Das ist die wichtigste Erkenntnis nach dem 0:0-Achtungserfolg am Dienstagabend in Gifhorn gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig.

Trainer Jens Härtel hatte im zweiten Test 20 Spieler eingesetzt und hinterher die Gewissheit: Alle brennen auf die Rückrunde und das große Ziel, den Aufstieg in Liga drei. Ein Sonderlob gab es für Nico Hammann: "Ich finde, er hat seine Sache diesmal besonders gut gemacht", sagte Härtel, der mittlerweile davon ausgehen kann, dass seine Schützlinge die taktischen Umstellungen in der Defensive verinnerlicht haben. Härtel lässt gerade gegen höherklassige Mannschaften wie auch im DFB-Pokal gegen den FC Augsburg (1:0) und Bayer Leverkusen (6:7 nach Elfmeterschießen) gerne mit einer Dreier- oder Fünfer-Abwehrkette spielen. Das klappte auch in Gifhorn gut. Auch in der zweiten Halbzeit gab es nach diversen Wechseln keinen Bruch. "Man kann natürlich nicht verhindern, dass eine solch hochkarätige Mannschaft wie Eintracht Braunschweig zu der einen oder anderen Chance kommt, aber insgesamt haben die Jungs das prima gemacht", freute sich Härtel und fügte hinzu: "Im Vorfeld habe ich mir Gedanken gemacht, ob ein Test gegen einen Fast-Erstligisten nicht ein wenig zu früh kommt. Im Nachhinein bin ich froh darüber."

Besonders wohl fühlte sich am Dienstagabend der in Braunschweig beheimatete Lars Fuchs: "Für mich war es fast ein Heimspiel. Kurze Anreise, viele Bekannte getroffen, ein ordentliches Ergebnis." Überbewerten wollte der Routinier das Ergebnis und die Leistung nicht: "Man sollte immer daran denken, dass die Braunschweiger gerade erst in die Rückrunden-Vorbereitung eingestiegen sind." Wichtiger für Fuchs war die Tatsache, dass sich keiner verletzt und er selbst seine Sprunggelenk-Operation fast auskuriert hat: "Ich habe mitunter noch ein wenig Schmerzen, gehe noch nicht wieder voll in die Zweikämpfe, aber das wird schon."

Einziges Sorgenkind beim FCM ist derzeit Niklas Brandt. Härtel dazu: "Er hat den Fuß in Gips, braucht ein wenig Ruhe, weil sich eine Sehne entzündet hat." Bei all den vielen positiven Nachrichten dürfte der FCM-Chefcoach diesen kurzfristigen Ausfall aber sicherlich verkraften können.