Magdeburg. Die Bilanz ist beängstigend und beschämend zugleich: In seinen Auswärtsspielen gegen die zweiten Mannschaften der Fußball-Regionalliga hat der 1. FC Magdeburg in der laufenden Saison noch kein einziges (!) Tor erzielt und beim 0:0 in Wolfsburg auch erst einen Punkt ergattert. Platzt nun ausgerechnet heute (13.30 Uhr, AWD-Arena) beim letzten Versuch in Hannover der Knoten? Ein Sieg wäre so wichtig, hätte er doch zu 99,9 Prozent den Klassenerhalt zur Folge.

In Hamburg, Berlin und Cottbus verlor der Club jeweils 0:2, in Braunschweig seinerzeit 0:1. Und auch daheim lief gegen die Bundesliga-Reserveteams wenig zusammen, steht doch bei zwei Remis und drei Niederlagen nur ein Sieg zu Buche - das knappe und erst in der Schlussphase sichergestellte 3:2 am vergangenen Sonntag gegen die Braunschweiger Eintracht.

Dabei sahen die Blau-Weißen in den Duellen mit den U-23-Teams längst nicht immer schlecht aus, konnten aber nie ihre Ladehemmung im Sturm ablegen. Und heute? Trainer Wolfgang Sandhowe zeigt gro-ßen Respekt vor den Hannoveranern, spricht "von einer spielstarken Mannschaft, die an einem guten Tag jeden schlagen kann".

Für kommenden Montag hat der FCM im Übrigen zu einer Pressekonferenz eingeladen. Anlass ist die Präsentation des neuen Sportdirektors. Und auch wenn Pressesprecher Stephan Lietzow gestern den Namen noch immer nicht nennen wollte, sondern lediglich bestätigte, dass "die Personalie geklärt" sei und man "sich im Laufe dieser Woche geeinigt" habe, so gibt es mittlerweile keinen Zweifel mehr daran, dass Detlef Ullrich von Energie Cottbus künftig die Geschicke des FCM leiten wird.