Er flirtet ganz offen mit dem FCM: Lars Fuchs, der dem Regionalligisten in der vergangenen Saison viel Freude bereitet (16 Tore, 12 Vorlagen), ihn dann aber Richtung Hannover 96 II verlassen hatte, kann sich eine Rückkehr zu den Elbestädtern durchaus vorstellen.

Magdeburg. "Magdeburg ist eine Fußballstadt. Da macht es einfach mehr Spaß als bei einer Amateurmannschaft. Es müssen allerdings viele Faktoren zusammenpassen und Perspektiven da sein", betont der 28-Jährige, der am vergangenen Sonnabend beim direkten Aufeinandertreffen beider Teams wegen einer Bauchmuskelansatzreizung nicht für die Niedersachsen auflaufen konnte.

Fuchs stellt klar, dass er nicht zwangsläufig weg will, sich sogar wohlfühlt in Hannover und auch noch einen Vertrag bis 2013 besitzt. "Aber wenn das richtige Angebot kommt, wird mir der Verein sicherlich keine Steine in den Weg legen", glaubt Fuchs, der in der laufenden Saison bislang zwölfmal getroffen und damit einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt hat.

Der gebürtige Bad Harzburger, der in Braunschweig wohnt und dessen Familie dort auch bleiben will, hat die Entwicklung des FCM in jüngster Vergangenheit genau verfolgt und will verständlicherweise wissen, wie es konkret weitergeht. Vor allem will er sich kein Chaos-Spieljahr antun, wie es der Club 2010/11 erlebt und wie es der sympathische Fußballer im Vorfeld prophezeit hatte: "Ich habe schon damals gesagt, dass dem 1. FC Magdeburg eine schwierige Saison bevorsteht."

Fuchs erwartet jetzt, dass der FCM auf ihn zukommt: "Wenn sie ein echtes Interesse haben, dann müssen sie mir ein Angebot machen und mit Hannover 96 sprechen." Gleichwohl zeigt sich der Spieler - wen wundert\'s - offen für andere Offerten, wobei er sich durchaus auch die zweite Liga zutraut. Was die "beletage" des deutschen Fußballs anbetrifft, ist er jedoch realistisch: "Ich bin nicht zu Hannover 96 gewechselt, weil ich mir insgeheim Chancen in der ersten Mannschaft ausgerechnet habe. Das war nie mein Ziel, weil ich über dieses Niveau nicht verfüge", räumt der Angreifer, der nach eigener Aussage nur bei zwei Freundschaftsspielen der Bundesligamannschaft dabei war, offen ein. Er sah sich eher aufgefordert, eine Führungsrolle für die jungen Spieler in der U23 zu übernehmen.

Ein weiterer Grund, warum er ausgerechnet mit den Magdeburgern liebäugelt, ist der gute Draht zu Club-Kapitän Daniel Bauer und Stürmer Denis Wolf. Letztlich aber entscheiden die sportlichen Kriterien. Und wenn sich der stets lauf- und einsatzfreudige Angreifer für einen Verein entschieden hat, dann will er auch etwas bewegen - vielleicht ja demnächst wieder in der MDCC-Arena.

Lars Fuchs weiß zwar, dass es abgedroschen klingt, spricht es aber dennoch aus. Für ihn ist der 1. FC Magdeburg ein "schlafender Riese, der das Zeug hat, höherklassig zu spielen."