Würzburg - Eintracht Braunschweig hat die Pflichtaufgabe in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit Mühe gelöst und ist ins Achtelfinale eingezogen. Der Bundesliga-Absteiger gewann beim Fußball-Viertligisten Würzburger Kickers 1:0 (0:0).

Vor 11 240 Zuschauern in der ausverkauften Würzburger Arena erzielte Havard Nielsen in der 78. Minute den entscheidenden Treffer für die Gäste. Die Amateure aus Unterfranken schlugen sich wacker, konnten der Eintracht aber viel zu wenig zusetzen.

"Das Ausscheiden ist für uns natürlich ärgerlich", befand Kickers-Coach Bernd Hollerbach, der mit der Partie seiner Mannschaft durchaus zufrieden war. Den Würzburgern gelang es erneut, ein Duell mit einem höherklassigen Gegner lange offen zu halten. "Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Ich bin sehr stolz auf die Leistung unseres Teams heute", fügte Hollerbach an.

Doch gleich zu Beginn übernahm zunächst Braunschweig die Initiative und erspielte sich gute Torgelegenheiten. Verteidiger Marcel Correia nach einer Ecke (6.) und Stürmer Dennis Kruppke nach gelungenem Zusammenspiel (19.) scheiterten aber am starken Würzburger Keeper Robert Wulnikowski. "Wir haben uns mehr Chancen erspielt und so auch nicht unverdient gewonnen", sagte der Braunschweiger Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Arbeitssieg seines Teams über den "gefühlten Drittligisten".

Nach der Pause wurde die Amateurelf von Trainer Bernd Hollerbach mutiger. Die größte Chance vergab Marco Heller (62.), der aus kurzer Distanz an Eintracht-Torwart Rafal Gikiewicz scheiterte. Dann entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit dem glücklichen Ende für den Zweitligisten, weil Stürmer Nielsen beim Siegtor erst stark nachsetzte und dann eiskalt vollstreckte. Den vermeintlichen Ausgleich von Kickers-Torjäger Christopher Bieber (86.) ließ Schiedsrichter Robert Kampka zunächst zählen, nahm das 1:1 nach Diskussionen mit seinem Assistenten aber wieder zurück.