Leipzig - Jahn Regensburg und Hansa Rostock tauschten in der Winterpause ihre halben Mannschaften aus - und sind die Gewinner des 23. Spieltages der 3. Fußball-Liga.

Schlusslicht Regensburg besiegte Borussia Dortmund II 3:0, der Vorletzte Rostock gewann beim ebenfalls gefährdeten SV Wehen-Wiesbaden 2:1. Zumindest Hansa hat im Abstiegskampf nun wieder alle Chancen.

In der Spitzengruppe untermauerte Preußen Münster am Sonntag dank eines 2:1 im Top-Duell gegen die SG Dynamo Dresden und dem Sprung auf Tabellenrang zwei seine Anwartschaft auf den Aufstieg ebenso wie die Stuttgarter Kickers. Der Tabellen-Dritte drehte einen 0:2 Rückstand beim FSV Mainz II noch um und gewann mit 3:2. Im Aufstiegsrennen mischt auch weiter der MSV Duisburg durch ein 2:1 beim Halleschen FC mit.

Das Spiel von Tabellenführer Arminia Bielefeld beim VfL Osnabrück war wegen Unbespielbarkeit des Platzes ebenso abgesagt worden wie die Partie SG Sonnenhof Großaspach gegen die SpVgg Unterhaching.

In Regensburg funktionierte das runderneuerte Team perfekt, fünf der sieben Neuzugänge kamen zum Einsatz. "Es fühlt sich gut an, weil alle Neuzugänge hier verstanden haben, worum es geht", sagte Trainer Christian Brand. "Die Tore sind immer zum richtigen Zeitpunkt gekommen, die Gelb-Rote Karte kam noch erleichternd hinzu." Markus Palionis (24.) sowie die vom Chemnitzer FC gekommenen Kolja Pusch (64.) und Marcel Hofrath (89.) trafen für den derzeit noch abgeschlagenen Letzten. Der Chemnitzer David Solga hatte in der 43. Minute Gelb-Rot gesehen.

Bei Hansa standen ebenfalls fünf Neue auf dem Platz, die Tore schossen jedoch alte Bekannte. Marcel Ziemer (50.) und Kai Schwertfeger (62.) sorgten für den ersten Sieg nach fünf Niederlagen. "Heute passte alles. Der Sieg tut uns richtig gut", sagte Verteidiger Maximilian Ahlschwede. Für die mit großen Ambitionen in die Saison gestarteten Wiesbadener trafen der erst im Winter von Hansa verpflichtete David Blacha (79.).

Das Spiel der Duisburger in Halle begann spektakulär: Halles neuer Torwart Niklas Lomb foulte Duisburgs Steffen Bohl in der vierten Minute im Strafraum, Rot und Elfmeter waren die Folge. Zlatko Janjic (7.) verwandelte sicher, Torjäger Kingsley Onuegbu (90.) machte nach einem Konter alles klar. Direkt im Gegenzug verkürzte Timo Furuholm noch für Halle.

MSV-Trainer Gino Lettieri war dennoch sauer: "Das Beste an dem Spiel war das Ergebnis. Wir können sicherlich besser spielen, als wir das heute hier getan haben." Im nächsten Spiel muss Duisburg auf Kevin Wolze verzichten, der in der 79. Minute Gelb-Rot sah.

Rot-Weiß Erfurt setzte sich beim 2:0 erstmals seit 24 Jahren in einem Liga-Spiel gegen Energie Cottbus durch. Der Chemnitzer FC stoppte seine Talfahrt durch ein 3:1 gegen Fortuna Köln, Holstein Kiel und der VfB Stuttgart II trennten sich 1:1.