Leipzig - Der 1. FC Magdeburg, die Würzburger Kickers und Werder Bremen II spielen in der nächsten Saison in der 3. Fußball-Liga.

Magdeburg gewann nach dem 1:0-Hinspielerfolg auch das Relegations-Rückspiel bei den Kickers Offenbach mit 3:1 (2:1) und steigt damit erstmalig nach der politischen Wende vor 25 Jahren in den bezahlten Fußball auf. Auch die Würzburger Kickers sind ein Neuling in der 3. Liga. Sie bezwangen den 1. FC Saarbrücken im Elfmeterschießen mit 6:5, nachdem es nach 120 Minuten 1:0 für die Gäste gestanden hatte. Schließlich schaffte auch die Reserve von Werder Bremen den Sprung nach oben. Sie gewannen bei Borussia Mönchengladbach II mit 2:0 (0:0;0:0;1:0) nach Verlängerung.

In Offenbach gingen die Gastgeber durch Denis Mangafic (24.) in Führung. Doch Magdeburgs Felix Schiller (32.) und Lars Fuchs (36.) drehten mit einem Doppelschlag die Partie. Mit einem Konter entschied Nicolas Hebisch, der bereits in Magdeburg das Siegtor erzielt hatte, in der 53. Minute diese Relegation zugunsten des einzigen DDR-Europapokalsiegers. Sechs Minuten vor dem Ende stürmten einige Kickers-Anhänger das Spielfeld. Erst nach einer knapp 20-minütigen Unterbrechung hatte die Polizei die Lage wieder unter Kontrolle. Nach Angaben der Polizei vom Sonntagabend wurden insgesamt 13 Personen vorläufig festgenommen und drei Beamte verletzt.

In Würzburg hatte Felix Luz (61.) per Elfmeter für den 1. FC Saarbrücken die 0:1-Heimniederlage egalisiert. Im fälligen Elfmeterschießen wurde Würzburgs Torhüter Robert Wulnikowski zum Aufstiegshelden, der den letzten Schuss von Daniel Döringer parierte.

Einem Elfmeterschießen entgingen die U23-Teams aus Mönchengladbach und Bremen nur knapp. Nachdem beide Partien nach 90 Minuten torlos ausgegangen waren, entschieden die Bremer Patrick Mainka (109.) und Levent Aycicek (119.) das Spiel.