Novo Sancti Petri l Die Statistik könnte für beide besser sein. Sowohl Maurice Exslager (acht Ligaeinsätze/161 Spielminuten) als auch Gerrit Müller (sieben/407) haben es bisher nicht geschafft, eine entscheidende Rolle beim Club einzunehmen. „Die Vorbereitung im vergangenen Sommer war sehr intensiv. Ich denke, dass wir auch ein bisschen etwas nachzuholen hatten“, sagt Müller, der von den Stuttgarter Kickers verpflichtet wurde. „Vom Leistungsniveau konnten wir uns aber stetig steigern. Dass wir dann zu Beginn nicht sofort gespielt haben, ist nicht so außergewöhnlich.“

Auch Exslager betont, dass er in der Sommervorbereitung etwas zu kämpfen hatte: „Das war schon hart. Der Körper musste sich erst einmal ein paar Tage daran gewöhnen. Ich habe aber zu Beginn keinen Tag gefehlt, alles mitgemacht und mich durchgekämpft.“ Trotzdem entschied sich Trainer Jens Härtel zu Beginn für eine Aufstellung ohne Exslager. „Immer, wenn ich dann mal reingekommen bin, machten mir kleinere Wehwehchen zu schaffen. Trotzdem würde ich die Situation noch nicht als total verkorkst ansehen“, sagt der Stürmer, der mit dem 1. FC Köln und dem SV Darmstadt 98 in der 2. Liga erfolgreich war und den Aufstieg in die Bundesliga feierte.

Müller bot gegen Zwickau, Mainz II und vor allem beim 3:2 in Münster überzeugende Leistungen. Rückschläge ließen aber nicht lange auf sich warten. „Gerade, als ich meinen Platz gefunden hatte, wurde ich durch eine Verletzung zurückgeworfen“, ärgert er sich. Danach wurde er auch noch krank, „die Hinrunde war für mich gelaufen“. Hoffnung macht Müller, der auch schon bei Dynamo Dresden, den Sportfreunden Siegen und dem 1. FC Heidenheim unter Vertrag stand, dass es in der Wintervorbereitung bisher richtig gut läuft. „Maurice und ich sind sicherlich fitter als im Sommer und ich glaube, dass wir in der Rückrunde noch gebraucht werden.“ Ein vorzeitiger Abschied ist für beide überhaupt kein Thema.

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Kritikern, die Exslager und Müller bereits als Fehleinkäufe abstempeln, entgegnet er: „Diese Leute können doch gar nicht in die Mannschaft hineinschauen. Ich mache mir keine Gedanken darüber, was andere sagen, und weiß, wo ich stehe.“ Exslager sagt, dass man nicht vergessen dürfe, wo er schon überall gespielt hat. „Dann werden die Kritiker sehen, dass solche Behauptungen völliger Quatsch sind.“ Der Ex-Kölner glaubt, dass der 1. FC Magdeburg von der Spielweise gut in die 2. Liga passen würde. „Dort werden individuelle Fehler zwar noch härter bestraft. Wir haben jetzt aber erst mal 19 Partien vor uns, in denen viel passieren kann.“