Toronto - Eine Gruppe von 48 Nationalspielerinnen aus 13 Ländern hat ihre Klage gegen die Pläne, die Fußball-WM der Frauen in Kanada auf Kunstrasen auszutragen, überraschend zurückgezogen.

Die Fußballerinnen mit der deutschen Nationaltorhüterin Nadine Angerer und US-Star Abby Wambach an der Spitze hatten sich Anfang Oktober 2014 an das Ontario Human Rights Tribunal in Toronto gewandt.

Sie argumentierten in ihrem vierseitigen Protestschreiben, der Kunstrasen als Untergrund fördere die Verletzungsgefahr. Zudem sei er "zweitklassig", "diskriminierend und illegal". Die Realität sei, dass "Männer nie eine WM auf Kunstrasen spielen würden", sagte Wambach. Bereits im Juli 2014 hatten Angerer & Co. in einem Brief an die FIFA und den kanadischen Verband CSA ihre Bedenken geäußert.

"Unsere Klage ist beendet", verkündete Wambach in einer Mitteilung. Sie brachte zugleich die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Bereitschaft der Spielerinnen, bei der WM in Kanada im Gegensatz zu den Männern auf Kunstrasen anzutreten, "den Beginn noch größerer Aktivitäten markiert, um eine faire Behandlung für den Frauensport" zu erreichen. Warum die Klage konkret zurückgezogen wurde, blieb unklar.