Halberstadt l Teil zwei der "Berliner Wochen" folgt für Fußball-Regionalligist VfB Germania Halberstadt am morgigen Sonntag in der Hauptstadt. Bei Hertha BSC II ist das Tabellenschlusslicht ab 13.30 Uhr gefordert. Mit Viktoria und Union II warten an den kommenden Spieltagen weitere Gegner aus der Stadt an der Spree.

VfB-Schlussmann Pascal Nagel, der im bisherigen Saisonverlauf zehnmal hinter sich greifen musste, gibt vor dem Duell beim Tabellenachten einen Einblick, wie die Mannschaft sich aus der aktuell misslichen Lage befreien will. "Wir müssen uns als Team gemeinsam an die Hände packen und die Karre aus dem Dreck ziehen. Dabei ist kein Platz für persönliche Befindlichkeiten." Er zieht den Vergleich zur Vorsaison, als die Germania in der Rückrunde mächtig ins Schlingern geriet. "Fehler müssen jetzt angesprochen werden, um frühzeitig die Kurve zu kriegen. Noch sind wir am Anfang der Serie. Nicht wie im letzten Jahr denken \'es ist noch Zeit`. Wenn es zu spät ist, funktioniert es nicht mehr. Das ist es noch nicht, es ist noch lange nichts verloren."

Dass man es ernst meint, nicht nur hohle Phrasen drischt, hat das Team unter der Woche demonstriert, als es sich zum kurzfristig einberufenen Mannschaftsabend beim Griechen einfand. "Es ging darum, mal ohne Betreuerstab miteinander zu reden", beschreibt Nagel, "letztendlich war das Fazit, dass Kritik auf dem Platz nicht zu ernst oder persönlich genommen werden sollte. Wir spielen im Herrenbereich, vierte Liga - da gehört so etwas unter Fußballern dazu und nach 90 Minuten ist das ja auch alles vergessen. Wichtig ist allein, dass alle das eine Ziel verfolgen: gewinnen."

Mit dieser zuversichtlichen Einstellung geht Nagel in die Partie, wenngleich bei den Berlinern mit Sicherheit Akteure des Bundesligakaders aushelfen werden. "Seit ich bei der Germania bin, haben wir bei Hertha immer gepunktet."