Halberstadt l Wenn Regionalligist VfB Germania Halberstadt am heutigen Freitag ab 17 Uhr beim 15. Kroschke-Cup antritt, wird der beste Torschütze der Vorharzer aus der Hinrunde (vier Treffer) fehlen. Flügelstürmer Jan Nagel steht womöglich vor dem Absprung.

Der SV Elversberg, das Team von Germanias Ex-Trainer Willi Kronhardt, ist aktuell Dritter der Regionalliga Südwest und bemüht sich um den Halberstädter. Widersprüchlich ist Nagels derzeitige Abwesenheit beim VfB. Laut Aussage von Germanias Sportlichem Leiter Stephan Grabinski weilte der 23-Jährige von Dienstag bis Donnerstag offiziell zum Training in Elversberg. Auf der anderen Seite liegt Nagels aktuellem Verein offenbar auch eine Krankmeldung vor.

Die Frage, ob er auch in der Rückrunde für den VfB Germania spielen wird, ließ Jan Nagel am Donnerstag auf Nachfrage unbeantwortet. Dass es aus Sicht des Südwest-Regionalligisten konkret ist, unterstreicht der Noch-Germane. "Die Anfrage besteht und Elversberg zeigt Interesse, da es auf der Position Bedarf gibt." Bisher durchlief Jan Nagel im Doppelpack mit Zwillingsbruder Pascal die Fußballwelt. Es drängt sich also die Frage auf, ob auch der VfB-Keeper Wechselgedanken hegt. "Pascal und ich werden uns trennen, wann ist ungewiss, aber früher oder später wird dies passieren", so seine Antwort, die eine deutliche Tendenz zeigt.

Weiterhin stellt der Mittelfeldspieler klar, dass Germania Halberstadt ein Verein ist, "der junge Spieler so ausbildet, dass sie den Sprung schaffen zu einem ambitionierten Verein. Deshalb war es früher oder später eh meine Absicht, dieses Ziel zu erreichen".

Wenig Redebedarf zu diesem Thema zeigt derweil Neutrainer Henri Fuchs, der diesbezüglich "ein Stück weit gefrustet ist. Klar hat Jan in Elversberg mittelfristig die Chance, in der 3. Liga zu spielen. Entscheidet er sich für uns, empfangen wir ihn aber mit offenen Armen".