Endlich, endlich, endlich geht es los - und ich bin ja so etwas von WM-bereit. Der Farbmix Schwarz-Rot-Gold ist in diesem heißen Fußball-Sommer für mich Trumpf, obwohl das ja sonst nicht meine Lieblings-Sommerfarben sind. Doch weil ich als "Handballerin" rein beruflich auch dem Fußball gegenüber aufgeschlossen sein muss und es durchaus auch bin und sowieso mit der Mode gehe, bin ich quasi von Kopf bis Fuß auf Jogi und seine Jungs eingestellt. Zumindest einen Monat lang, wir wollen`s ja mit dem Einheitsbrei nicht übertreiben.

Aber was bis zum Finale sein muss, muss sein! Was uns vereint, trennt uns nicht: Wir sind alle ein Fußball-Volk der Jogianer! Also habe ich mich wochenlang vorbereitet auf die WM. Um ehrlich zu sein, sogar monatelang. Musste sein, die kluge Fußball-Fanin sorgt vor. Welche Frau will schon auf die angesagtesten, heißesten Fan-Artikel verzichten. Nicht, dass stylische Hot Pants mit den großen glitzernden Deutschland-Fahnen auf den kleinen Gesäßtaschen ausverkauft sind, wenn das erste Spiel der Deutschen angepfiffen wird. Oder, noch ärgerlicher für Otto-Normalverbraucherinnen wie mich, dass das stylische Teil nur noch in der Spielerfrauen-Größe "Size Zero" zu haben ist... Horror!

Deshalb habe ich mich schon frühzeitig nach den passenden Sommer-Teilen umgeschaut. War auch gar nicht schwer, denn schon im Februar hat die schwarz-rot-goldene Flut begonnen, den Markt zu überschwemmen. Da kam unsereins beim Shoppen an den sexy Angeboten gar nicht vorbei, ohne beherzt zuzugreifen.

Jetzt also habe ich (fast) alles, was ein deutsches Fan-Herz höher schlagen lässt: Original-DFB-Trikot, Basecap und Hawaii-Blumenkette sowieso. Aber auch Tops, Nagellack, Bettwäsche, Badehandtücher, Bikini, Uhr, Flip Flops, Zopfgummi, Freundschaftsband, Grill-Soße, Bratwürste, Söckchen, Autofähnchen - alles natürlich in unseren Landesfarben - lagern zuhauf in meinen Schränken. Das WM-Fieber ließ mich irgendwann sogar zu schwarz-rot-goldenen Dessous, Klo-Papier, Zahnpasta und Chili-Weltmeister-Senf greifen. Dabei mag ich es gar nicht so scharf ...

Um beim Public Viewing, bei dem es erfahrungsgemäß einigen meiner Artgenossinnen nicht nur um das Sehen, sondern auch um das "Gesehen-werden" zu gehen scheint, noch mehr aufzufallen, habe ich mir sogar einen Deutschland-Morphsuit besorgt. Allerdings habe ich das nicht ganz billige Ganzkörper-Kondom lange vor meinem All-in-Urlaub gekauft und dabei nicht bedacht, dass jedes Speck-Röllchen nunmehr schön definiert zur Geltung kommt. Doch was soll\'s, das hautenge Teil hat einen unschätzbaren Vorteil: Ich bin völlig balabala, bleibe aber unerkannt. Hoffentlich!!!